Kulturpalast: Urteil des OLG

Montag, 19. November 2012

Eine Pressemitteilung von Dresdens Erben

Am 13.11.2012 erging das Urteil des OLG im Urheberrechtsstreit zwischen Dr. Wolfgang Hänsch und der LH Dresden. Der Richter spricht Dr. Hänsch zwar eine „herausragende Gestaltungsleistung“ zu, nicht aber das Recht an der Unverletzbarkeit des Saales. Dr. Hänsch wird nun die Urteilsbegründung abwarten, bevor er über weitere Schritte nachdenkt.

„Es ist uns unverständlich, wie es möglich ist, dass das Eigentumsrecht schwerer wiegt, als das Urheberrecht, wenn der Umbau womöglich den Tatbestand der Entstellung des Werkes erfüllt. Bisher wurde weder die absolute Dringlichkeit des Umbaus nachgewiesen noch sein unmittelbarer Nutzen. Nicht zuletzt ist es eine Schande, wie respektlos die Stadt mit einem ihrer bedeutendsten, weil schöpferischsten Architekten umgeht“, sagte Jana Knauth. „Nur weil der Kulturpalast nicht so alt wie das Schloss oder die Oper ist, ist er doch nicht weniger wert! Es ist ein Mangel unserer Zeit, dass die Nachkriegsmoderne zu wenig geschätzt wird.“ so die Vereinsvorsitzende abschließend.

Der Verein Dresdens Erben e.V. setzt sich für die Sanierung und Ertüchtigung des Baudenkmals Kulturpalast Dresden inklusive des Mehrzwecksaales ein und unterstützt den Architekten Dr. hc. Wolfgang Hänsch bei seiner Urheberrechtsklage gegen die Stadt.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 10.12.2012 aktualisiert.
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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Dr. h.c. Wolfgang Hänsch hat es beim Urteil des OLG belassen. Das OLG hat seine Klage am 13.11.12 abgewiesen. Die Kosten des Berufungsverfahren muss der Kläger tragen, also Dr. Hänsch. Revision wurde nicht zugelassen.
    Nun hätte Dr. Hänsch eine Nichtzulassungsbeschwerde an das OLG senden können. Der Erfolg einer solchen Beschwerde ist immer ungewiss. Hätte solch eine Beschwerde Erfolg, wäre der nächste Schritt die Anrufung des BGH. Auch der Ausgang beim BGH ist stets ungewiss und hätte im Falle des Scheiterns wiederum erhebliche Kosten für Dr. Hänsch verursacht. Das hat sich Dr. Hänsch nun erspart. Alle, die um den Kulturpalast bangen, sollten Verständnis haben, dass der Fall mit juristischen Mitteln kaum in vernünftige Bahnen gelenkt werden kann. Die Politik ist gefragt.

    … schrieb Margita Herz am Samstag, dem 19.01.2013, um 14:42 Uhr.