Pilotprojekt zur Bürgerbeteiligung am Elbhang

Samstag, 28. April 2012

Eine Aktion von Dresdens Erben

Im Rahmen der Stadtratsbeschlüsse zum Schutz des Dresdner Elbtals von 2009 und 2011 startet der Verein Dresdens Erben e.V. kommende Woche mit einer ersten Etappe der Bürgerbeteiligung, die in ein Dauerprojekt münden soll. Zu diesem Zweck werden in den kommenden Wochen in die Briefkästen der Anwohner von Loschwitz, Wachwitz und Weißer Hirsch Faltblätter mit einem Fragebogen eingeworfen, die sich mit dem Elbhang befassen.

“Die Anwohner der genannten Ortsteile sind dafür bekannt, ihren Ortsteil besonders gut zu kennen, ihn bewahren und vor Eingriffen schützen zu wollen. Mit dem Befragungsflyer wollen wir die Bewohner dazu bringen, wieder einmal wachen Auges durch ihren Stadtteil zu gehen oder sich ihre Lieblingsorte bzw. auch die weniger geliebten Orte ins Gedächtnis zu rufen”, sagte Jana Knauth, Vereinsvorsitzende. “Nur mit den ansässigen Bürgern zusammen wird es möglich sein, diesen Teil des Elbtals zu entdecken und schließlich auch langfristig zu schützen. Ein erstes Ergebnis wollen wir zum Elbhangfest als “Baum der Erwartungen” präsentieren. Sollten die Erfahrungen in Loschwitz, Wachwitz und am Weißen Hirsch positiv sein, könnte man in anderen Stadtteilen ähnlich vorgehen. Aber soweit sind wir noch nicht. Besonders freut uns das Entgegenkommen im Ortsamtsbereich und die Unterstützung der ansässigen Vereine.”

Angestiftet hat die Initiative, die methodisch vom Lehrstuhl Landschaftsplanung der TU Dresden unterstützt wird, die Arbeitsgruppe “Bewahrende Entwicklung des Elbtals” des Dresdens Erben e.V., die von dem ehrenamtlichen Denkmalpfleger C. Peter Mallwitz geleitet wird. Die Erfahrung in der Landschaftspflege zeigt, daß es allein mit Gesetzen und Verordnungen kaum möglich ist, einen wirksamen Schutz zu erreichen – das kann man nur zusammen mit den Bürgern!

Dieser Artikel wurde zuletzt am 03.05.2012 aktualisiert.
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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hosterwitzer und Pillnitzer haben wohl kein Interesse am Elbhang?
    Wir haben keinen Fragebogen erhalten.
    m.fr.Gr.

    … schrieb Eberhard Tietz am Sonntag, dem 08.07.2012, um 11:08 Uhr.

  2. Aus meiner Nachbarschaft (Wachwitz) ist mir auch kein Fall bekannt, dass jemand einen solchen Fragebogen erhalten hätte.

    … schrieb Frank am Dienstag, dem 10.07.2012, um 12:45 Uhr.

  3. Geehrte Herren,
    bitte schauen Sie sich die Karte auf dem Faltblatt genau an. Sollten Sie sich im eingegrenzten Gebiet wiederfinden, dann wäre es sehr bedauerlich, wenn das Faltblatt Sie nicht erreicht hätte. Wenn nicht, dann folgendes zur Erklärung: Der betreuende Verein hat sich dazu entschlossen, das Gebiet, in dem die Einwohner befragt werden, einzugrenzen. Aus diesem Grund ist Wachwitz nicht vollständig und Pillnitz gar nicht darin. Diese Gebiete wären wohl der nächste Schritt. Leider war die Beteiligung im Pilotgebiet allerdings eher mäßig, so daß wir überlegen, wie wir es vielleicht besser machen können. Ideen und Mithilfe willkommen.
    Herzlich!
    Jana Knauth
    Vereinsvorsitzende Dresdens Erben e.V.

    … schrieb Jana am Sonntag, dem 22.07.2012, um 20:48 Uhr.