Hauptstraßenausbau in Blasewitz und Striesen

Freitag, 9. März 2012

Anlieger, Bus- und Autofahrer hatten lange darauf gewartet: Die Sanierung und Erneuerung der Altenberger/Oehmestraße. Inzwischen ist die Baumaßnahme in Teilbereichen abgeschlossen und das Ergebnis wird sichtbar. Besonders auffällig ist: Die Gaslaternen sind verschwunden! Zehn Meter hohe Peitschenleuchten werfen bei Dunkelheit ihr Licht auf den von Autos beleuchteten Asphalt.

Wird dies dem Charakter unseres Stadtteiles gerecht? Waren die Gaslaternen nicht technische Denkmäler? Wer hat das genehmigt? Diese und weitere Fragen stellten Rainer Scholz und weitere Einwohner an das städtische Tiefbauamt. Bei dieser Gelegenheit erfuhren sie:

Für Striesen und Blasewitz sind umfangreiche Investitionen geplant. In den kommenden Jahren werden nicht nur weitere Straßenzüge nach dem Vorbild der Altenberger Straße umgebaut und Gaslaternen verschwinden, sondern auch ehemalige, bisher ruhige Anliegerstraßen zu Hauptverkehrsstraßen ausgebaut. Öffentliche Parkplätze werden deutlich reduziert. In Schwerpunktbereichen soll eine gebührenpflichtige Parkraumbewirtschaftung eingeführt werden.

Wie das Beispiel Altenberger Straße zeigt, besteht die Gefahr, dass die vorgesehenen Baumaßnahmen die typische Gestalt der öffentlichen Straßenräume des Denkmalschutzgebietes zerstören und die Wohn- und Lebensqualität nachhaltig beeinträchtigen.

Es scheint deshalb an der Zeit, dass sich die Bürger in den laufenden Planungsprozess einmischen und die in Verantwortung Stehenden auf eine Erhaltung des Charakters unserer Stadtteile verpflichten. Darum lädt die Bürgerinitiative Blasewitz e.V. am 15.03.2012 um 19:00 Uhr in das Bräustübl Dresden-Loschwitz (neben dem Zugang zur Talstation der Standseilbahn) zu einer Gesprächsrunde ein.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 09.03.2012 aktualisiert.
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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Der Verein ProGaslicht e.V. unterstützt uneingeschränkt alle Aktivitäten zur Erhaltung der historischen Dresdner Gaslaternen. Es sollte alles dafür getan werden, dass das Denkmalschutzgebiet Striesen/Blasewitz nicht durch völlig überflüssige neue Hauptverkehrsstraßen “zerhackt” wird.

    Liebe Striesener und Blasewitzer: Lasst nicht zu, dass das Dresdner Tiefbauamt wertvolles Dresdner Kulturerbe zerstört. Diese Behörde betreibt den Gaslaternen-Abriss immerhin seit Mitte der 1980er Jahre, damals wurden die Kandelaber noch gegen Devisen in den “Westen” verkauft.

    … schrieb Bettina Grimm am Samstag, dem 10.03.2012, um 11:42 Uhr.