Pressemitteilung des Netzwerks Welterbebewegung

Samstag, 5. November 2011

Eine neue Welterbebewerbung ohne politische Aufarbeitung des Welterbeverlustes des Dresdner Elbtales kann Dresden nur ein zweites mal lächerlich machen.

von Thomas Löser

Das Netzwerk Welterbebewegung Dresden begrüßt prinzipiell die vorgesehene Bewerbung der Gartenstadt Hellerau. Sie zeigt, dass es in Dresden noch immer Bürger gibt, die den Gedanken des UNESCO Welterbes schätzen.

Zugleich weisen wir darauf hin, dass die Rahmenbedingungen für eine erneute Bewerbung Dresdens schlecht sind. Zwei Ministerpräsidenten Sachsens (Biedenkopf, Milbradt) haben die offene Konfrontation mit der UNESCO gesucht, ein dritter (Tillich) hat sich von dieser Position bislang nicht ansatzweise distanziert.

Der Versuch einer Demontage des Denkmalschutzgesetzes in Sachsen durch Innenminister Ulbig ist Beleg dafür, dass es sich beim Welterbe-Debakel in Dresden nicht um einen einmaligen Ausrutscher handelt. Vielmehr ist Geschichts- und Kulturvergessenheit in Sachsen Regierungsprogramm.

Es kann als sicher gelten, dass die Landesregierung kein Interesse an weiteren Welterbestätten in Sachsen hat. Im Gegenteil: Die zurückhaltenden Reaktionen auf Bestrebungen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz und in der Montanregion Erzgebirge sprechen Bände. Mit dem üblichen Scheinargument, es dürfe keine Käseglocke über die Region gestülpt werden, wird erneut ein Leitmotiv der Auseinandersetzung um das Welterbe Dresdner Elbtal bemüht.

In Dresden wurden – auch das gehört zur politischen Wahrheit – mit der konsequent ablehnenden Haltung gegenüber der UNESCO Wahlen gewonnen. CDU und FDP würden sich unglaubwürdig machen, wenn sie jetzt ihre prinzipiell ablehnende Haltung gegenüber der UNESCO aufgäben. Insofern fragt man sich, was die über die Medien kolportierte Zustimmung der „Stadt Dresden“ bedeutet. Wer stimmt der Bewerbung zu? Der Stadtrat? Herr Hilbert? Die Dresdner CDU?

Kulturbürgermeister Lunau hat sein eigenes Versagen in dieser Frage bereits hinlänglich dokumentiert: Mit seiner Aussage, er sieht eine weitere Bewerbung skeptisch, denn er glaube, dass die Dresdner nicht dahinter stehen, hat er zweifellos recht. Zugleich offenbart er aber sein fundamentales Versagen als Kulturbürgermeister – denn es wäre seine Aufgabe, den Dialog mit den Dresdnern im Sinne des UNESCO-Welterbes zu suchen. Da er aber ein Bürgermeister von „CDU Gnaden“ ist, kann er diese Aufgabe überhaupt nicht leisten.

Thomas Löser, Sprecher des Netzwerks Welterbewegung Dresden, erklärte in diesem Zusammenhang:

Eine neue Welterbebewerbung ohne politische Aufarbeitung des Welterbeverlustes des Dresdner Elbtales kann Dresden nur ein zweites mal lächerlich machen. Der Weg zu einem UNESCO-Welterbe in Dresden führt zwangsläufig durch das Elbtal. Solange der Konflikt um das Welterbe Dresdner Elbtal nicht politisch aufgearbeitet ist, ist eine Bewerbung nicht nur den Dresdnern schwer vermittelbar, sondern dem Welterbe-Gedanken sogar abträglich.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 05.11.2011 aktualisiert.
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40 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Spitzfindige könnten nun konstatieren: Die Dresdner Welterben sind vergrätzt. Wenn sie schon kein Welterbe haben, sollen die anderen auch keins bekommen.

    Wer so denkt, verwechselt Ursache und Wirkung. Die Welterbebewegung hat alles versucht, um das Welterbe Dresdner Elbtal zu bewahren – führende Landes- und Kommunalpolitiker hingegen haben gezielt und „erfolgreich“ auf seinen Verlust hin gearbeitet. Diese Leute sind nach wie vor im Amt.

    Bei allem Respekt für das unermüdliche Werben der Hellerauer – aber kann mir bitte mal jemand erklären, wie die sich mit dieser (oder genauer: gegen diese) Landesregierung bei der UNESCO aufstellen wollen?

    Das ganze Manöver ist dermaßen aussichtslos, dass man sich schon fragt, wem es dennoch nützen könnte. Überlegen wir einmal: Fällt die Bewerbung durch, heißt es: „Seht her! Wir haben es doch versucht. Aber die böse, böse UNESCO spielt einfach nicht mit uns.“ Ein wenig hätte man sich so selbst rehabilitiert. Wäre die Bewerbung erfolgreich, ist man erst recht fein raus und das Welterbe Dresdner Elbtal ist hinüber und vergessen.

    Schlimm genug ist, dass CDU und FDP vermutlich selbst so etwas den Dresdnern noch verkaufen könnten. Geradezu tragisch ist jedoch, dass sich die Hellerauer in einem solchen Stück zum Komparsen machen lassen.

    … schrieb Eduard Zetera am Samstag, dem 05.11.2011, um 09:57 Uhr.

  2. @etc

    Also, ehrlich gesagt, ich bin schon vergrätzt – über die Instinktlosigkeit der Hellerauer.

    Aber sie überrascht mich nicht: obwohl im Dresdner Norden ist es doch eine West-Enklave, wo man sichs gemütlich gemacht hat und im hochsubventionierten Festspielhaus die Welt um sich vergisst.

    … schrieb Angelikabuche am Samstag, dem 05.11.2011, um 10:38 Uhr.

  3. Ja, das stand gestern auch in der DNN. Immer, wenn in einer Zeitung steht, „XYZ meldet folgendes“ – dann suche ich gern nach der Originalmitteilung, weil dort häufig noch weitere Informationen stehen. Seltsam war gestern nur, dass man im Internet nichts über das (laut DNN) „Netzwerk Welterbebewegung in Dresden“ findet. Lediglich hier und auf wenigen anderen Seiten fand ich Hinweise auf ein “Netzwerk Dresdner Welterbebewegung“. Aber offiziell heißt es wohl „Netzwerk Welterbebewegung Dresden“, wenn Herr Löser das hier so angibt?

    Ich will hier nicht an solchen vermeintlichen Kleinigkeiten herum sticheln, aber interessant ist, dass da angeblich ein ganzes Netzwerk besteht, welches aber noch nicht einmal einen eindeutigen Namen, einen Internetauftritt, geschweige denn eine recherchierbare Kontaktadresse besitzt. Wer ist dieses Netzwerk eigentlich?

    Aber zum Text: Verblüffend ist daran, dass hier eine „Welterbebewegung“ neue Welterbe-Bewerbungsversuche als irgendwie nicht so sinnvoll darstellt. Hätte ich mir irgendwie genau anders herum vorgestellt. Als Begründung liest man, es könne „als sicher gelten, dass die Landesregierung kein Interesse an weiteren Welterbestätten in Sachsen hat …“

    Ähmm … gibt es dafür irgendwelche eindeutigen Anzeichen? Okay – man könnte sich in „die zurückhaltenden Reaktionen auf Bestrebungen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz und in der Montanregion Erzgebirge“ so etwas hineindeuten, aber speziell bei Hellerau gibt es bisher absolut keine Anzeichen, dass hier jemand blockiert.

    Und selbst wenn: Wäre das nach dem Zirkus der letzten Jahre etwa verwunderlich? Ich halte es für nachvollziehbar, wenn manche Politiker (oder sonstige Leute) bei neuen Weltkulturerbe-Ideen spontan denken: „Ach Du meine Güte – Weltkulturerbe schon wieder! Ist das wirklich sinnvoll? Besser nichts überstürzen – erst einmal überlegen, ob das vielleicht auch Nachteile mit sich bringt … “

    Und was soll daran “politisch aufgearbeitet werden, wie es zum Verlust des Welterbetitels für das Dresdner Elbtal kam“? Die Aktion Blobels ist bekannt (ja, schon klar: Kann man ihm nicht allein anlasten). Allerdings wäre es durchaus mal interessant, aufzuarbeiten (meinetwegen auch politisch), was damals bei diesem Frühstück in Paris konkret besprochen wurde, so dass die UNESCO anschließend eine 180°-Wendung machte.

    … schrieb Frank am Samstag, dem 05.11.2011, um 13:46 Uhr.

  4. Mensch, Frank, Sie sind ne echte Frohnatur! So viel Text und so Null Aussage, aber immer irgendwie lustig. Fast wie in DNN-Forums-Zeiten. Und wieder ganz spannende Fragen:

    1. Kann Thomas Löser allein ein Netzwerk bilden, das dazu ständig seinen Namen ändert?
    >> Hier eine erste heiße Spur. Aber die ändern ja auch ständig ihre Strukturen, fast wie Großkonzerne. Da weiß auch keiner so genau, wer wo welche Anteile und was zu melden hat.

    2. Was genau sagte G. Blobel in Paris?
    Weil, außer ihm hat ja niemand den WSB-Schwindel bemerkt. Und ein paar Ökostalinisten haben nur das gemacht, was ihnen Blobel soufflierte. Wir wissen ja, niemand von der Unesco hätte je die Brücke bemerkt, weil sie sich so in die Landschaft schmiegt. Und wenn doch, hätte sie eben das Kleingedruckte besser lesen müssen.

    3. Was soll politisch aufgearbeitet werden?
    Nichts natürlich, Frank, ist doch klar. Ihr habt alles im Griff. Blockieren oder nicht, ist doch egal. Kommt halt drauf an. Unsere Ministerin Schorlemer wird jedenfalls nicht zurücktreten, höchstens ein paar Tränen vergießen und ein bisschen aufstampfen (Sie nennt das: Zorn und Tränen). Dresdens Standhaftigkeit gegenüber UNESCO wird weltweit bewundert (Jetzt schließen sich sogar die USA selber aus, die in Sevilla noch für Dresdens Ausschluss gestimmt haben, um uns zu ärgern). Wir haben bald eine herrliche neue Aussichtsplattform und schöne Elbeparkplätze. Das [gelöscht durch die Mod.] wird nicht aufgelöst wegen Steuergeldverschwendung. Und hat mindestens einen begeisterten Hörer.

    … schrieb visitor x am Samstag, dem 05.11.2011, um 17:56 Uhr.

  5. Hier eine erste heiße Spur.

    Na, Danke für die Recherchehilfe! Da haben wir also wieder auf einer dieser anderen (also nicht netzwerkeigenen) Seiten eine Presseerklärung. Diesmal heißt es „Dresdner Welterbebewegung“. Schade, dass das hier nicht Facebook ist, sonst würde ich „gefällt mir“ klicken. Unser Netzwerk besteht also aus:

    1. Bürgerinitiative Welterbe Dresdner Elbtal
    2. Netzwerk Welterbestadt Dresden
    3. Verein Bürgerbegehren Tunnelalternative
    4. Welterbe erhalten
    5. Alliance For Nature,Wien

    Naja … ich denke, die Netzwerkbestandteile 1 – 4 sind letztlich immer wieder dieselben Leute. Zumindest das, was noch davon übrig geblieben ist. Teil 1 ist inzwischen der Verein „Dresdens Erben“ (also sind wir hier fast richtig), Teil 3 betreibt die hiesige Seite sogar … wer wo aufgegangen ist, könnte man auch weiter auseinandernehmen, aber ich soll ja nicht so endlose Texte verfassen. Immerhin sind wohl sogar ein paar Österreicher mit dabei. Aber zumindest kann man nun wohl davon ausgehen, dass das hier letztlich der Kontakt des Netzwerkes ist. Und da ist es schon witzig, dass Herr Löser hier im Namen dieses bedeutungsvoll klingenden (aber anscheinend doch recht kleinen) Netzwerkes einen kämpferischen Texte veröffentlicht, welcher eigentlich auch nicht viel Inhalt hat – was meinem Kommentar ja unterstellt wird – außer: Die CDU ist schlecht! Ja, gut … ich könnte mir auch was Besseres vorstellen. Aber einen weiteren Erkenntnisgewinn außer dem längst bekannten „CDU = Feindbild“ gibt es eigentlich nicht. Und dass eine Welterbebewegung sinngemäß sagt: „Ach, neue Welterbebewerbungen … hat doch eh alles keinen Sinn. Jetzt sind erst einmal andere Sachen wichtiger“ – je mehr ich darüber nachdenke, desto verblüffender finde ich eine solche Welterbebewegung.

    Weil, außer ihm hat ja niemand den WSB-Schwindel bemerkt.

    Dass es einen solchen nicht gab, wollen wir doch jetzt nicht zum gefühlten 200sten Mal diskutieren, oder?

    Nichts natürlich, Frank, ist doch klar. Ihr habt alles im Griff.

    „Ihr“? Wer soll das sein? Bei den Illuminaten bin ich schon seit März letzten Jahres nicht mehr. Und zum Rest: Vielleicht wäre es ganz nett, hier keine völlig unpassenden persönlichen Dinge mit zu vermischen. Ich weiß, dass es naheliegt, bei Leuten die sich – im Unterschied zu gewissen Anderen – nicht hinter Pseudonymen verstecken, mal nachzusehen, wer das ist und was derjenige so macht. Aber vielleicht könnte man sich auch auf das eigentliche Thema beschränken.

    … schrieb Frank am Samstag, dem 05.11.2011, um 21:02 Uhr.

  6. @Frank

    Sorry, wenn ich bei Ihnen Dienstliches und Privates nicht immer auseinanderhalten kann. Ihre “silvia-erprobte” Ressistenz gegen jede Form von Argumenten lässt für mich halt nur zwei denkbare Möglichkeiten zu: Entweder geht eben nicht mehr oder er muss es irgendwie tun.

    Ich hätte Sie nach der letzten Landtagswahl auch weniger als Unionsfan verortet, sondern mehr bei Mücke, Lohmeyer und den anderen smarten Boys.

    Thomas Löser steht übrigens im Impressum dieser Seite. Warum er da keine PM veröffentlichen dürfen soll – ?

    Muss er für Sie noch eine Netzwerkseite aufsetzen für 3, 4 PMs im Jahr? Sie werden lachen, soweit mir bekannt, gehen die Netzwerker überwiegend ernsthaftem Broterwerb nach. Aber vielleicht können Sie noch ein paar Planstellen bei … Nein, lieber nicht.

    … schrieb visitor x am Samstag, dem 05.11.2011, um 21:25 Uhr.

  7. Ohne einen annähernd an der Historie der zerstörten Innenstadt orientierten Wiederaufbau derselben verbietet es sich moralisch aus meiner Sicht,überhaupt den Gedanken zu hegen an die Antragstellung hinsichtlich Welterbe.Was ist hier Welterbe ? Etwa eine nicht vorhandene weil zerstörte Innenstadt,deren Wiederaufbau mit Desinteresse gefördert wird ? Sowas soll auch noch belohnt werden ? Dies wäre absurd. Dresden hat es noch nicht einmal geschafft,die Sophienkirche wieder aufzubauen,geschweige denn ansatzweise sich überhaupt darum zu bemühen .Stattdessen werden hier die ursprünglich vorhandenen Strassen-und Gassenstrukturen systematisch zerstört durch dresdenfremde Bebauung,wenn Bebauung überhaupt erfolgt.Und sowas darf nicht auch noch belohnt werden durch eine etwaige Verleihung eines Welterbetitels durch die “UNESCO” .
    Statt Bittbriefe an die “UNESCO” zu schreiben,sollte sich die Stadt und die Verantwortlichen lieber um den Wiederaufbau von Dresden kümmern. Ein Titel ist eine Auszeichnung !Aber hier kann nichts ausgezeichnet werden,weil auch nichts vorhanden ist,was man auszeichnen könnte außer die mangelnde Bereitschaft zum Wiederaufbau.
    Jedes Jahr wird der Zerstörung Dresdens gedacht aber ich kann nicht sehen nach über 66 Jahren,das der Vorkriegszustand auch nur minimal ansatzweise wieder hergestellt wird.Wann bitte soll denn das passieren ?

    … schrieb Lars Michel am Samstag, dem 05.11.2011, um 23:34 Uhr.

  8. Hallo Lars, Hellerau liegt aber nicht in der Innenstadt. Das Eine hat absolut nichts mit dem Anderen zu tun. In Hellerau geht es um die “Gartenstadt” – und die ist tatsächlich eine interessante Sache. Ob sie oder die anderen wenigen Gartenstädte in Deutschland Welterbeniveau haben, sollen mal die Leute bei der UNESCO entscheiden. Ich finde den Gedanken nicht so falsch. Wenn sich in Hellerau ein Verein gegründet hat, der die Gartenstadt gern als Weltkulturerbe sähe, dann dürfen die das beantragen. Das kann dem Verein nirgendwer verbieten und das hat auch nicht den Charakter einer Bittschrift. Es ist ein ganz normaler Antrag.

    Übrigens geht es auch nicht nur um das (durchaus sehr)

    hochsubventionierte Festspielhaus

    , wie die/der Leser(in?) mit dem lustigen Namen “Angelikabuche” meinte, sondern eben um den gesamten Stadtteil, bei dem das Festspielhaus nur ein Detail ist.

    … schrieb Frank am Sonntag, dem 06.11.2011, um 09:25 Uhr.

  9. Zitat Frank:
    “Naja … ich denke, die Netzwerkbestandteile 1 – 4 sind letztlich immer wieder dieselben Leute. … Und da ist es schon witzig, dass Herr Löser hier im Namen dieses bedeutungsvoll klingenden (aber anscheinend doch recht kleinen) Netzwerkes einen kämpferischen Texte veröffentlicht”

    Die Bande, die seit 20 Jahren die Demokratie in Sachsen bestimmt, und den Schaden angerichtet hat, ist auch nur ein kleines Netzwerk und immer dieselben Leute!! Das soll nicht heissen, daß die vorher besser waren!

    … schrieb Welterbe am Sonntag, dem 06.11.2011, um 12:16 Uhr.

  10. Die Bande, die seit 20 Jahren die Demokratie in Sachsen bestimmt

    sind die Wähler.

    … schrieb Frank am Sonntag, dem 06.11.2011, um 15:24 Uhr.

  11. Zitat Frank
    “sind die Wähler.”

    Was soll der Unfug? Die sind Statisten geblieben, Demokratie ist nicht nur ein Kreuzchen aller paar Jahre für ein paar Phrasendrescher.

    … schrieb Welterbe am Sonntag, dem 06.11.2011, um 19:12 Uhr.

  12. Wenn jetzt jeder Kleingartenverein,ob Hellerau oder woanders wegen der Züchtung und Pflege von vielleicht seltenen Kohlsorten den Welterbetitel beantragen und vielleicht auch erhalten kann,dann führt das den Zweck der “UNESCO”,falls es diesen Zweck überhaupt gibt,ad absurdum.
    Do könnte wohl dann die Spielerstadt Las Vegas diesen Welterbetitel auch für sich beanspruchen und bekommen für herausragende Verdienste zur Erhaltung und Pflege von seltenen “Kohlesorten” im großen Stil.
    Für mich jedenfalls hat Hellerau den Charakter einer abgelegenen Vorstadtkasernensiedlung mit Kleigärtnerflair inklusive paar Blumen und Sträucher vor den Häuschen.Eine Art Dresdener Wandlitz-Kolonie.
    Der einzige Grund aber für die Beantragung ist der,auf diesem ganzen Welterbehype von Dresden mitzuschwimmen und durch die entstandene Aufmerksamkeit oder bei Erhalt des Titels,was ich für nicht realistisch halte,monetär die Immobilienpreise in dieser Kleingartensparte exorbitant nach oben zu treiben.Hellerau aber ist kein München-Bogenhausen !

    … schrieb Lars Michel am Sonntag, dem 06.11.2011, um 23:02 Uhr.

  13. @ welterbe:

    Die sind Statisten geblieben, Demokratie ist nicht nur ein Kreuzchen aller paar Jahre für ein paar Phrasendrescher.

    Bin jetzt nach einer schlaflosen Nacht immer noch ratlos: Wenn die Wähler nur Statisten sind – also anscheinend keinen Einfluss haben* – müsste es dann nicht heißen: „Demokratie ist nur ein Kreuzchen aller paar Jahre …“? Aber nun steht da „Demokratie ist nicht nur …“ – hat man also doch einen Einfluss, aber nicht speziell bei der Wahl?

    * Wenn das doch in dem Sinne gemeint war („die da oben machen doch sowieso, was sie wollen“) und unser Wahlverhalten eh nix ändert, dann frage ich mich, warum in gewissen Kreisen trotzdem das Wählen von Grünen oder SPD als wichtig und CDU/FDP als negativ dargestellt wird. Insofern könnte ich bei den nächsten Wahlen spaßeshalber wirklich das erste Mal FDP wählen – hat doch ohnehin keinerlei Auswirkung!

    @ Lars:

    Du bringst hier Einiges durcheinander. Hellerau ist nicht nur ein Kleingartenverein. Beschäftige Dich doch bitte erst einmal mit der Idee der Gartenstadtbewegung, bevor Du Dich dazu äußerst. Ich habe Dir ja schon bei einem anderen Thema (dem “Erich-Kästner Autotunnel” unter der Neustadt) zu erklären versucht, warum Einige Deiner Ansichten etwas … naja … unüberlegt sind. Ich habe es damals halbwegs nett und mit ein wenig Humor getan. Es könnte aber sein, dass Dir irgendwann jemand mit klaren und drastischen Worten eine gewisse Weltfremdheit nachweist, wenn Du weiterhin Dinge schreibst wie:

    Für mich jedenfalls hat Hellerau den Charakter einer abgelegenen Vorstadtkasernensiedlung mit Kleigärtnerflair inklusive paar Blumen und Sträucher vor den Häuschen.Eine Art Dresdener Wandlitz-Kolonie.

    … schrieb Frank am Montag, dem 07.11.2011, um 09:46 Uhr.

  14. Frank ! Auf jeden Fall ist Hellerau nicht der Ort,wo ich mich freiwillig niederlassen würde.Der Ort wirkt auf mich wie ein netter Gulag mit Blümchen und Buchsbaumhecke vor den kleinen Häuschen.
    Und wenn ich lese,daß unter anderem eine deutsche große Immobilienfirma und eine große Möbelfabrik aus dem Ort plus Künstlerverein den Welterbetitel versuchen zu bekommen,dann muß man wohl nicht Albert Einstein sein,um zu wissen,wohin die Dschunke Hellerau will bzw. die Initiatoren.Aus meiner Sicht wollen die aus dem Ort einen zweiten”Weißen Hirsch”machen,also ein teures Viertel(Hellerau ausdehnen) inklusive der entsprechenden Immo-Preise und neuer Projekte.Z.B.neue Siedlungen,Sanatorien,Wellness etc.Also der ganze Kram,mit dem sich heute Gewinn machen läßt.Und dafür einen Welterbetitel ?
    Und über meine Ansichten und mich brauchst Du mich nicht aufklären.Ich finde mich schön(51%),ich habe gute Ideen,ich bin mit der Welt im reinen außer mit der nicht schönen Innenstadt und wenn Du Probleme mit der Tunnelidee hast,ehrt mich das.Der Tunnel ist nämlich die einzige Alternative zu der ganzen Problematik Königsbrücker Strasse.Und deine Aussage wegen “Weltfremdheit” kann ich nicht bestätigen.Aber es ist immer sehr einfach andere zu kritisieren,wenn man selber keinerlei Ideen hat.Stimmts Frank ?

    … schrieb Lars Michel am Montag, dem 07.11.2011, um 20:27 Uhr.

  15. Tja, da ich mich bereits nur zu 42% schön finde, gebe ich mich spätestens bei so viel logischer Argumentation geschlagen.

    … schrieb Frank am Montag, dem 07.11.2011, um 23:41 Uhr.

  16. Zitat Frank:
    “Insofern könnte ich bei den nächsten Wahlen spaßeshalber wirklich das erste Mal FDP wählen …”

    Machen Sie das! Dort passen Sie ganz gut hin:Spass und Sprüche. Und ruhiger schlafen Sie auch! Beim Welterbe geht es um Werte und um Verantwortung. Die Bande hat dazu beigetragen, daß in diesem Land alles noch beliebiger wird. Das könnnen Sie nicht mit Wahlen heilen oder einfach durch ein anderes Welterbe ersetzen. Ich hatte mich klar ausgedrückt: Demokratie sind nicht nur Wahlen. Suchen Sie sich bitte jemand anderes für Ihre Spielchen.

    … schrieb Welterbe am Dienstag, dem 08.11.2011, um 06:48 Uhr.

  17. Na gut – dann mal ganz im Ernst

    Die Bande, die seit 20 Jahren die Demokratie in Sachsen bestimmt …

    … ist also aus Deiner (Oops … Entschuldigung, hier wird ja geSiezt) [Anm. Moderation: Ja, Frank, und so soll es auch bleiben.] aus Ihrer Sicht sicher die CDU? Weil die (zumindest mit der FDP) hier fast immer die Mehrheit hatte? Ich kann es nicht ändern, dass die Sachsen sich nach 89 verblüffenderweise als erstaunlich konservativ erwiesen und ständig mehrheitlich CDU und PDS wählten (letzteres halte ich nämlich auch nur für einen Ausdruck von Konservatismus bei Ex-DDR-Bürgern). Ich fand es auch ziemlich deprimierend, dass die Mehrheit damals dem Bündnis 90 den Rücken kehrte und „Helmut“ rief. Kann ich nicht ändern, gefällt mir auch nicht. Man könnte nun analysieren, warum die Sachsen größtenteils immer CDU wählten. Da dürfte es eine Rolle spielen, dass wir mit Biedenkopf einen – für CDU-Verhältnisse – unerwartet intelligenten Ministerpräsidenten erhielten, weiterhin dürfte hier der von Herrn Nolle später verursachte Schaden für die SPD eine Rolle spielen, da dürfte es eine Rolle spielen, dass der von vielen (auch von mir) befürchtete Zusammenbruch nach 89 nicht so stattfand, sondern erstaunlicherweise sogar viele Leute akzeptable Jobs fanden (habe ich zumindest in meinem Umfeld so wahrgenommen). Aber das würde hier zu weit führen und hat mit dem ursprünglichen Thema gar nichts mehr zu tun. Ach, und wen es beruhigt: Auch wenn ich selbst viel Kritikwürdiges an dieser Partei finde, halte ich wahltechnisch seit einer Weile die SPD für das geringste Übel, nachdem mir die Bündnis 90-Nachfolger – die Grünen – mit ihrer ständigen künstlichen Aufgeregtheit irgendwann auf die Nerven zu gehen begannen.

    Aber ich wage trotzdem zu behaupten, dass nicht die CDU die Demokratie bestimmt. Wie soll das funktionieren? Ich könnte wetten, dass die das sogar gern tun würden, wenn sie es könnten. Denn auch die CDU steht wie alle anderen Parteien vor dem Problem, dass ein gewisser Teil der Wähler schlicht blöd oder zumindest politisch desinteressiert ist und trotzdem wählen gehen darf. Bestimmt insofern also eher BILD und RTL, was der Wähler wählt? Ja, ich weiß schon, welche Parteiverbindungen hier wiederum bestehen. Aber so einfach funktioniert das trotzdem nicht, dass man die Leute nur ausgiebig mit Dummheit berieseln zu braucht und die dann automatisch CDU wählen gehen. Dummheit ist nur begrenzt berechenbar.

    … und den Schaden angerichtet hat …

    Welchen Schaden? Den mit dem verlorenen Welterbetitel?

    … ist auch nur ein kleines Netzwerk und immer dieselben Leute!

    Naja – sowohl CDU als auch die Wähler sind sachsenweit zahlenmäßig etwas stärker. Und diese Leute bilden nicht dauernd neue Vereine, um sich anschließend als Netzwerk darzustellen.

    … schrieb Frank am Dienstag, dem 08.11.2011, um 09:43 Uhr.

  18. Aber ich wage trotzdem zu behaupten, dass nicht die CDU die Demokratie bestimmt. Wie soll das funktionieren?

    Die schwarzen Witwen Liz Mohn und Friedl Springer z.B. könnten Ihnen das fürs große Ganze erklären, @Frank. Ich glaube, man nennt das dann auch nicht Netzwerk, wie beim Welterbe-Häuflein, an dem Sie sich so reiben, sondern Stiftungen (klingt besser, nicht?) oder landläufig Filz. Die investieren auch nicht, ohne zu wissen, was hinten raus kommt. Ja, ich weiß, bei Gutti hat’s nicht geklappt. Als Strafe gibts jetzt Steinbrück. Oder? Wie Sie ja richtig bemerken; ganz so einfach ist es nicht.

    Für Sachsen würde ich bei der SPD ja auch eher von einem überschaubaren Netzwerk sprechen, wobei, ohne Karl Nolle müsste ich erst mal überlegen, wer überhaupt dazugehört. Ich denke, Biedenkopf hat der Demokratie weit mehr geschadet als es Nolle der SPD je könnte. Die Sozis sollten froh sein, dass sie ihn haben, sonst gilt dort meist der Karriereverlauf von unten links nach oben rechts.

    Von Ihrem Polit-Outing einigermaßen überrascht (und immer noch etwas misstrauisch)
    vx

    … schrieb visitor x am Dienstag, dem 08.11.2011, um 16:27 Uhr.

  19. Ich finde es schade dass es der Stadt Dresden hier so schwer gemacht wird. Das ist doch alles unnötiges Geplänkel. Gruß die Erbengemeinschaft [Link gelöscht. Anm. Moderation: Bitte keine Vermischung persönlicher Statements und kommerzieller Interessen, sonst Spamordner.]

    … schrieb Erbengemeinschaft am Mittwoch, dem 09.11.2011, um 16:21 Uhr.

  20. An Erbengemeinschaft?! Nicht der Stadt Dresden wird es schwer gemacht,sondern die Stadt Dresden macht es sich wohl selber schwer.Betrifft auch die Thematik”Königsbrücker Strasse”.Statt zu klotzen und einen Tunnel da hin zu stellen,kommen die wie immer nicht aus den Schuhen.Wenn man mal eine Stadt sehen will,wo es voran geht,muß man nach Shanghai fliegen.In Dresden stagniert es derzeit bis auf weiteres (ohne Aussicht auf Änderung!).
    Auf die Königsbrücker Strasse bezogen,wird sich da wohl überhaupt nichts tun,weil die “Experten” von allen Parteien und der Stadt Dresden jetzt nach jahrelangem(!17!) Gezerre in die nächste Runde gehen werden.Diese Runde heißt”Jahrelange ideelle Grabenkämpfe”um das beste Projekt,welches nicht durchsetzbar ist.
    Ich hoffe,ich irre mich.

    … schrieb Lars Michel am Montag, dem 14.11.2011, um 00:59 Uhr.

  21. @Lars Michel:
    Wieso ausgerechnet Shanghai? Deswegen: http://de.wikipedia.org/wiki/Lupu-Br%C3%BCcke ?

    PS: Ich bin froh, nicht in einer ausufernden Metropole mit all ihren Problemen zu wohnen.

    … schrieb Ole am Montag, dem 14.11.2011, um 15:02 Uhr.

  22. Ole! Shanghai war nur ein Beispiel.Klar,nach meiner Vorstellung ist es auch nicht passend,denn alles überdimensioniert.Aber so ist es nun mal in der VR China.Die Häfte an Gebäuden und Strassen davon für Dresden würde schon reichen.Der Link mit der Brücke war interessant,bedeutet es doch,das die Chinesen eine viel größere Brücke in weniger als der Hälfte an Zeit wie bei der Waldschlößchenbrücke bauen-können.Und deren Fertigstellung steht weiterhin in den Sternen.Ich denke so um 2015 wird sie wohl freigegeben.Eher wohl nicht.Aber deine Bemerkung,nicht in einer ausufernden Metropole wohnen zu wollen,kann ich Dich beruhigen.Dresden ist keine ausufernde Metropole und hat daher auch nicht die Probleme einer solchen.Dresden ist eine eher kleine Provinz-Schlafstadt mit dem Prädikat einer Landeshauptstadt und dessen Kern besteht aus meist sehr viel Wiese.Ich wundere mich,das noch niemand auf die Idee gekommen ist,hier einen Zeltplatz zu betreiben in der “Innenstadt”.Wäre auch billiger als ein Hotelaufenthalt für Touristen und daher eine echte Marktlücke.Jedoch interessant bei dieser Betrachtungssicht ist,das unter der/den Wiese/-n sich die Keller der Häuser befinden,die mal vorher da gestanden haben.Aber es gibt ersichtlich in Dresden nicht den politischen Willen,diese Häuser wieder aufzubauen inklusive Strassen und Gassen.Würde nämlich bedeuten,das Dresden ungefähr 250000 Einwohner extra und keine langweilige Innenstadt hätte.
    Ich selber hatte schon die Idee,am Pirnaischen-oder Postplatz in der warmen Jahreszeit Kartoffel zu pflanzen um das Areal wenigstens ewas wirtschaftlich zu nutzen.Sozusagen Gemüse aus direkt heimischem Anbau.Und direkt heimischer geht es ja nicht mehr.
    Aber noch mal was aus meiner Sicht zur Waldschlößchenbrücke.Für mich ist die als Straßenbahnbenutzer wertlos.Eigentlich aus ÖPNV-Sicht rausgeschmissenes öffentliches Geld.

    … schrieb Lars Michel am Montag, dem 14.11.2011, um 20:45 Uhr.

  23. Frank ! Zu Deinem Artikel am 08.11.2011 muß ich Dich korrigiren.Es waren keine DDR-Bürger,die “Helmut” riefen.Das waren bezahlte Rufer.Auftraggeber Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz der damaligen BRD.Gut getarnt wie ein DDR-Bürger.Und so ist es auch heute noch. [Anm. Mod.: Lars, bitte wahren Sie die Höflichkeitsform der Anrede; andere Foristen werden gesiezt ... oder haben Sie schon mal gemeinsam "Helmut" gerufen?]

    … schrieb Lars Michel am Freitag, dem 18.11.2011, um 00:35 Uhr.

  24. @Lars
    Klar waren es DDR-Bürger – ich war dabei, und einige meiner Freunde auch. Und wir waren bestimmt keine bezahlten Rufer, sondern Menschen, die von den Mai-Umzügen und den Lügengebäuden über Sieg des Sozialismus und über die Schlechtigkeit des Westens die Schnauze voll hatten.

    … schrieb Marin am Freitag, dem 18.11.2011, um 08:20 Uhr.

  25. Guten Morgen Lars, ich möchte Dich* darauf hin weisen, dass ich mir angewöhnt habe, nur noch auf Kommentare einzugehen, die ein Mindestmaß an ernstnehmbarem Inhalt haben. Nur falls Du Dich wunderst, dass ich nicht mehr antworte …

    Bei der Gelegenheit noch einmal: Nach dem Punkt am Satzende kommt tatsächlich erst einmal ein Leerzeichen! Sich an übliche Rechtschreibung zu halten, erhöht die Lesbarkeit von Texten deutlich.

    (* Im restlichen Internet sind Lars und ich durchaus per Du – kein Problem also)

    … schrieb Frank am Freitag, dem 18.11.2011, um 08:25 Uhr.

  26. @Marin

    “Die Schnauze voll” hatten die meisten (ich schätze 70-80%) in der DDR.

    Sehr viele hatten zur Wendezeit die berechtigte Sorge, dass die alten Bonzen zurück an die Macht kommen. Diese Sorge hatte ich auch.

    Das alles war aber kein Grund, den letzten verbliebenen Rest an Würde wegzuwerfen, wie es dann gekommen ist und mit über den Botschaftszaun gehievten Kinderwagen in Prag und “Helmut”-Rufen in Dresden anfing.

    Verantwortung dafür haben zum großen Teil die SED-Leute, die die Menschen dazu gemacht haben. Die neuen Herren nutzten die Verwahrlosung leider eiskalt aus.

    Dass die Helmutrufe vom Westen gesteuert waren, wäre mir auch zu einfach. Vielleicht gab es Aktivitäten. Jedenfalls hätten sie dann den Nerv etlicher Leute getroffen, die Begeisterung war echt, so wie Ihre. Also maximal eine Art Brandbeschleuniger. Für mich eine nebensächliche Frage.

    Dass heute weniger gelogen wird, wollen Sie aber nicht ernsthaft behaupten? Kommt es auf die Art des Lügens an?

    … schrieb visitor x am Freitag, dem 18.11.2011, um 09:39 Uhr.

  27. @Visitor
    Sicher ist heute nicht alles gut, und viele der damals Jubelnden hat die Ralität eingeholt und das Jubeln hat sich in Schimpfen und Klagen gewandelt.

    Aber es gibt schon einen grundlegenden Unterschied zwischen der damaligen menschenverachtenden Diktatur und unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

    Gott sei Dank.

    … schrieb Marin am Freitag, dem 18.11.2011, um 12:30 Uhr.

  28. Guten Morgen auch Ihnen Herr Oberlehrer Frank ! Ihre Belastungsschwelle ist aber sehr gering.Humor besitzen Sie auch nicht.Hoffentlich sind Sie wenigstens zu Ihrer Frau freundlich.Die Frau als solche mag nämlich keine eingeschnappten DDassen.Aber ich korrikiere mich jetzt nicht Herr O-Lehrer.

    … schrieb Lars Michel am Freitag, dem 18.11.2011, um 14:47 Uhr.

  29. Alles immer auf die SED-Leute abzuschieben,finde ich aber auch nicht korrekt.Da bin ich ja dann hier in der Runde der Buh-Mann.Denn ich war auch bei dem Verein.Und sogar beim Bund.Aber wieso war ich beim Bund ? Weil ich es abgelehnt habe,bei den Grenztruppen der DDR auf die Menschen zu schießen.Und so kommt man dann in den Westen und wird von den Krautern wiederum dann da gezogen.Aber abgesehen davon würde ich meinen,das die SED und der Sozialismus nicht das Kernproblem war.Das Problem liegt irgendwo dazwischen oder daneben.Oder weiß der Geier wo.Die DDR ist von der Landkarte verschwunden,aber nicht die Probleme,die zur Entstehung der sozialistischen Idee und letztendlich zur Entstehung des !ersten! deutschen Staates mit sozialistischer Staatsdoktrin geführt hat.Die DDR war eine Diktatur.Hab ich in der Schule gelernt.Eine Diktatur des Proletariats.Da ist kein Spielraum mehr für gegenteiliges.Und ausserdem!Es gibt keinen schönen Kapitalismus.Wie nichtschön möchte ich hier nicht schreiben.Wahrscheinlich auch keinen schönen Sozialismus.Aber jetzt können doch alle,die den Sozialismus selbst oder in ihm gelebt haben wie auch immer,hoffe gut,wenigstens differenzieren zwischen da und hier jetzt.Kann nicht jeder.Die da drüben jedenfalls nicht.Die brauchen erstmal auch 40 Jahre um zu verstehen,was die heute nicht verstehen können über den Staat rechts neben ihnen bis vor 21 Jahren.Da aber auch ein Sozialismus aus seinen Fehlern lernt,davon gehe ich mal aus,würden die dann wahrscheinlich die leckerere Version erhalten.Aber nochmal zur heutigen Schuldenproblematik zu kommen,finde ich,die DDR hatte gut gewirtschaftet.Deren Schulden waren Peanuts gegen die von heute.Sozialismus muß nicht unbedingt schlecht sein, wahrscheinlich ist die Art wichtig,wie man ihn serviert.

    … schrieb Lars Michel am Freitag, dem 18.11.2011, um 15:25 Uhr.

  30. Das haben Sie aber nett gesagt, @Marin.

    So ähnlich schwärmten übrigens auch die Blockflöten, die heute regieren, vom Sozialismus. Aber gut, das kann man schon mal vergessen, bei dem Hin und Her. Nur, dass Helmut nicht der Erfinder der FDGO ist, sollten wir vielleicht doch festhalten, sondern die gab es hierzulande schon, da war an den Pfälzer noch lange nicht zu denken, obwohl sein Vater bereits in der Blüte seiner Lendenkraft stand.

    Man muss leider sogar hinzufügen, dass gerade Helmuts Partei einen wichtigen Anteil daran hatte, dass die FDGO in Deutschland und damit in Sachsen abgeschafft wurde, auch wenn die Partei damals noch etwas anders hieß, so wie Sie das von SED und PDS kennen. Helmuts persönliche Schuld ist das freilich nicht gewesen, er spielte ja gerade mit Murmeln statt Schwarzgeldkonten und lernte eben erst, sich im Sandkasten durchzusetzen. Sein Vorbild Konrad A. war schon ein bisschen mehr in die Sache mit der Teilung verwickelt, zu der es kam, als die andere neue Ordnung im Chaos endete, auch wenn darüber niemand so gern redet.

    Machen Sie sich aber keine Gedanken weiter, @Marin, es ist völlig normal, dass diejenigen am meisten von Freiheit sprechen, die geistig am unfreiesten sind.

    … schrieb visitor x am Freitag, dem 18.11.2011, um 16:09 Uhr.

  31. Stalin hatte doch dem Konrad angeboten,daß wenn die Bundesrepublik D(West)sich für neutral und zu keinem Militärpakt bekennt,die Sowjets an Deutschland alles zurück geben,was von denen besetzt war.Das hat der gute Konrad aber ausgeschlagen und damit begann die eigentliche Teilung,welche letztendlich zum Mauerbau führte usw.
    Also aus meiner bescheidenen Sicht ist der Konrad somit historisch nachweislich der eigentliche Spalter Deutschlands.Er hat den Osten Deutschlands und was daneben ist,der Westintegration der Bundesrepublik-West wegen sozusagen geopfert.
    Die Sowjets wollten sich in jener Zeit aus Westeuropa,sprich DDR,zurückziehen.Den Rest kennen alle.
    Ich habe jedenfalls die hier stationierten Soldaten der GUS in sehr guter Erinnerung.Waren anständige Kerle.Ich hätte wierum die ja nicht kennen gelernt,wenn der Konrad auf den Vorschlag von dem Josef S.eingegangen wäre und die sich damals tatsächlich zurück gezogen hätten.Da hätte ich heute eine bedeutende kulturelle Lücke.Spasibo
    PS.:Vergleichen Sie mal die Staatsschulden von Rußland mit denen von den Staaten,die jetzt bibbern wegen der Schuldenkrise.Da kann man nur sagen,die haben aber die Hausaufgaben richtig gemacht.

    … schrieb Lars Michel am Freitag, dem 18.11.2011, um 18:02 Uhr.

  32. @Visitor
    Woher, [gelöscht durch Mod. - Bitte bleiben Sie sachlich!], wollen Sie wissen, ob ich geisitig frei oder unfrei bin? Sie kennen mich doch garnicht.
    Nur soviel: Ich schwärme keinesfalls von unserem Staat, und doch bin ich sehr froh und dankbar, gerade hier leben zu können. Auch wenn Sie das vermutlich nicht nachvollziehen können, glauben Sie es mir wenigstens!

    Der hier herrschende Ton gegenüber jedem Andersdenkenden sagt schon viel aus über den Charakter der Menschen, die glauben, Dresden zu retten.

    Mir ist jedenfalls die Lust an diesem Forum vergangen. Deshalb verabschiede ich mich.

    [Hinweis der Moderation: Der Vorwurf geistiger Unfreiheit ist polemisch, stellt aber aus Sicht der Moderation keine Herabwürdigung oder Beleidigung dar. Die Moderation bemüht sich, persönliche Angriffe zu unterdrücken. Nicht immer sind die Grenzen zwischen Polemik und Diffamierung erkennbar. Wir sind für Hinweise dankbar, wenn diese Unterscheidung nicht ausreichend gelingt. Eine auch harte Auseinandersetzung gehört aber ausdrücklich zu unserem Verständnis einer lebendigen Diskussionskultur.]

    … schrieb Marin am Freitag, dem 18.11.2011, um 19:11 Uhr.

  33. @Marin,

    ich bin auch dankbar; vielen Menschen (Helmut Kohl gehört leider nicht dazu) und dafür, eine wunderbare Heimat zu haben.

    Diese Dankbarkeit ist aber nicht ungetrübt.

    Dafür, dass Heimat lebenswert bleibt auch für die anderen Menschen, die hier leben – und dort, wo sie bedroht oder zerstört wird, bewahrt und geheilt werden kann – muss man manchmal seine Stimme erheben. Zum Beispiel gegen Ignoranz. Können Sie das nachvollziehen?

    vx

    … schrieb visitor x am Freitag, dem 18.11.2011, um 20:23 Uhr.

  34. Hallo visitor x ! Die Stimme erheben ist physikalisch nicht möglich. Falls doch,machen Sie mal eine Höhenangabe in Meter,bis wohin Sie Ihre Stimme erheben können.Und ausserdem geben Sie mal durch,bis in wieviel Meter man eine Stimme absenken kann.

    … schrieb Lars Michel am Samstag, dem 19.11.2011, um 21:38 Uhr.

  35. Gute Frage, @Lars Michel, wie entsteht der richtige Ton? Tonlage, Tonart, Lautstärke usw. Rätsel der Menschheit, von Orgelpfeifen über gerissene Saiten bis Maria Callas.

    Und wann sollte man es auch mal gut sein lassen, sprich: Pausen setzen. Wie hieß das einst auch: Flüstern und schreien. Mit FeelingB. Die wurden zu Rammstein und senkten ihre Stimmen auf Adolfs Timbre ab. Worauf sich ihr weggeputschter Sänger Sascha vor Kummer umbrachte.

    Mir selbst bereitet es (physische) Schmerzen, wenn eine Partei seit 20 Jahren öffentlich das hohe C übt und nur falsche Töne spuckt. Umbringen werde mich aber deshalb nicht. Wir haben schon mal erlebt, wie ein Kartenhaus zusammenfiel.

    Nichts gegen ein bisschen Gaga, @Lars Michel, aber etwas Hirn sollte schon dabei sein. Ich schließe mich da Frank an, und senke künftig meine Stimme bei bestimmten Fragen auf Schweigelevel ab.

    … schrieb visitor x am Sonntag, dem 20.11.2011, um 10:25 Uhr.

  36. visitor x ! Wollte eigentlich noch fragen,ob man die Stimme drehen und winkeln kann,aber das lasse ich jetzt in Anbetracht der Erkenntnis,das ich hier auf die Nummer 2 an Humorlosigkeit gestossen bin.Ihr seid(Frank,visitor x )wahrscheinlich auserkoren,den nächsten Satirepreis im” Eulenspiegel” abzuräumen.Voll die Akademiker.Ihr seid Langweiler.
    Werde mich mal lieber auf Dresden konzentrieren als hier fruchtlose Korrespondenz zu führen.Von solchem Dialog dreht sich mir der Magen.
    Und was die Sanierung Königsbrücker Strasse betrifft,werde ich ne eigene Partei eröffnen bei Lust und Laune.Geht ja eh nix los hier und wenn,alles nach hinten.Echt langweilig in Dresden.Hier meinen wohl einige,sie hätten das Anrecht gepachtet für Kompetenz.Kann nix sehen außer streitsüchtige Individuen in allen Parteien gepaart mit Inkompetenz.Das kann ich auch minimum + ++++++.
    Echt langweilig und quo vadis wird in Dresden auch nichts verändern.

    … schrieb Lars Michel am Sonntag, dem 20.11.2011, um 22:33 Uhr.

  37. Schon klar, und wenn Lars nicht schwimmen kann, ist die Badehose schuld.

    … schrieb visitor x am Montag, dem 21.11.2011, um 11:07 Uhr.

  38. Ja ich glaube,das Dresden das Zeug hätte,den Welterbetitel beantragen und und natürlich auch erhalten zu können.
    Aber erst,wenn die Innenstadt von Dresden wieder in ihren städtebaulichen Strukturen errichtet wurde,wie sie bis zur Zerstörung in Anno 1945 bestanden haben.
    Wann das aber ist,steht in den Sternen,da ja bekanntlich zum Wiederaufbau der Dresdener Innenstadt und angrenzender zerstörter Stadtviertel von in Dresden vertretenen Parteien sicht-und hörbar keinerlei Anstrengungen und keinerlei Konsens hierzu zu erkennen ist.Und dies nach immerhin 66 Jahren der flächendeckenden Zerstörung von Dresden-der Perle an der Elbe.
    Und das,obwohl gerade jetzt und wohl erst jetzt die richtigen Rahmenbedingungen vorhanden sind.
    Nämlich diie Billionen an gebunkertem Euro-und Dollar-Kapital,welches nach Investition giert um vermehrt zu werden im positivem Sinne,dazu die erforderlichen Baustoffe und die Zahl der an-bzw hereindrängenden Menschen durch Zuzug als Einwohner Dresdens werdend in den dann entstehenden Wohnungen,Häusern,Quartieren/Stadtvierteln wären wären jedenfalls in erforderlicher MengeZahl überaus reichlichst vorhanden,um die Innenstadt von Dresden wieder zu einer urbanen und anders als jetzt,schönen Metropole zu gestalten und zu machen,welche dann durch Lebensqualität und Lebendigkeit hier und in der Welt langfristig mit 99,9 Prozent punkten würde.
    Nur am richtigen Plan zum Wiederaufbau und dessen zeitnahe Umsetzung verbunden mit dem breiten gesellschaftlichen Konsens und Willen hierzu fehlt es ersichtlich in Dresden noch und das hinein bis in die Spitze des Rathauses und Landespo-litik.
    Denn es ist schließlich kein bautechnisches Problem,was einem Wiederaufbau der Innenstadt von Dresden zum Wohle derselben,zum Wohle des Landes Sachsen,der Bundesrepublik Deutschlandd,Europas und der Welt entgegen stünde.
    Als kleiner Nebeneffekt kämen bei einem großflächigem Wiederaufbau der Innenstadt Dresdens hin zu alter Pracht und heraus aus derzeitiger städtebaulicher Trostlosigkeit und Ödnis auch gleichzeitig die tausenden von Tonnen an noch im Boden steckenden Sprengbomben zum Vorschein und könnten endlich unschädlich gemacht werden.
    Und aus diesem ganzen notwendigen Innenstadtwiederaufbau Dresdens ergäbe sich logischerweise auch die Notwendigkeit für den Bau eines Autotunnels unter der Königsbrücker Strasse zur Entlastung derselben,hier mal probeweise “Erich-Kästner Tunnel”genannt,von Albert-bis Olbricht Platz,um dem zukünftig ansteigenden Verkehrsaufkommen(in Zahlen ausgedrückt etwa 120000 Fahrzeuge pro Tag)und weiteren Wirtschaftsansiedelungen im Dresdener Wohngebiets-und Wirtschaftsraum-Nord gerecht zu werden und damit das Recht der Neustädter Bürgerinnen und Bürger egal welchen Alters auf gesundheitliche Unversehrtheit hinsichtlich als Schutz vor Schall und Rauch,also Lärm und Abgasen,zu gewährleisten,denn nach EU-Norm ist die Königsbrücker Strasse derzeit eine giftige Gase produzierende Allee.
    Bis aber der Tunnel wie auch die Innenstadt,hier wieder-,errichtet ist,müssen sich noch einige bzw die meisten Welter-betitelverleihungseiferer vor allem weiter in Geduld üben.

    … schrieb Lars Michel am Freitag, dem 02.12.2011, um 00:17 Uhr.

  39. @Lars
    Stand nicht gerade erst in der SZ, wie überdimensioniert zahlreiche Straßenbauten der letzten Jahre in Dresden ausgefallen sind und welche Möglichkeiten das potentiell gesparte Geld z.B. für Schulen und Kitas bieten würde. Und gerade die Tunnel(-ähnlichen-)bauten werden besonders erwähnt.

    Also schieben wir gleich mal noch eine Tunnelidee hinterher. Die reiht sich ja auch bestens ein in die Visionen eines Tunnels am Neustädter Markt, von der Niederwarthaer Brücke durch den Berg zum Autobahndreieck Dresden-West oder von Bühlau unter ganz Dresden durch.

    Klar doch, im Gymnasium an der Louisenstraße werden die Schüler bis 2015 im Laufschritt essen müssen, weil kein Platz, kein Wille und kein Geld für eine vernünftige Kantine da sind – wozu auch, das neue Rathausgebäude für 1.300 Mitarbeiter wird gleich ganz ohne Kantine geplant – und nebenan werden Millionen für einen Tunnel versenkt.

    Die Verkehrsprobleme bei einem Zuzug von 250.000 Menschen in die nach Ihren Vorstellungen verdichtete Innenstadt, würden sich auch mit einem Erich-Kästner-Tunnel nicht lösen lassen. Übrigens, auch in einem Tunnel würden die von Ihnen prognostizierten 120.000 Autos täglich Feinstaub und Abgase produzieren. Aber den verpacken wir dann in Müllsäcke und verbuddeln diese in einem anderen Millionenloch.

    Dresden war mal Welterbe für seine besondere Flusslandschaft. Keinesfalls für seine potemkinschen Fassaden am Neumarkt.

    Ich persönlich stehe übrigens der von Ihnen gewünschten “Urbanisierung” der Innenstadt äußerst ablehnend gegenüber. Der Ferdinandplatz und der Postplatz sind gerade keine Glanzlichter des Städtebaus, aber die von vielen gewünschte Bebauung auch des letzten freien Quadratmeters halte ich für falsch. Warum soll überhaupt ein vor 66 Jahren zerstörtes Straßennetz, nur weil es auf alten Fotos so hübsch aussieht, zwanghaft wiederhergestellt werden. Es engt ein, behindert den Luftaustausch, führt vor allem im Sommer zu höheren Temperaturen, und verschlechtert Luft- und Lebensqualität aufgrund fehlender Bäume bzw. Grünflächen.
    Und gerade den Dresdnern täte etwas weniger Engstirnigkeit und frischer Wind in den Köpfen sehr gut.

    … schrieb Matthias am Sonntag, dem 04.12.2011, um 10:02 Uhr.

  40. An die/den Moderator-/in ! Ein seltsames Forum ist das hier.Freie Meinungsäußerung wird wohl hier nicht praktiziert oder ?Warum haben Sie meine letzten Artikel an Matthias denn nicht freigeschaltet ? Wahrheit ist nun mal nicht bequem.Aber das sie auch hier im Forum unbequem ist,zeigt mir,das ich in diesem Forum von wahrscheinlich Selbstunterhaltern falsch bin.Wenn man hier die Wahrheit nicht veröffentlichen kann,was soll das denn bringen.

    Mit freundlichem Gruß Lars Michel

    [Moderation: Es gibt zwei mögliche Antworten.
    1. Wir unterdrücken die Wahrheit und fürchten freie Meinungsäußerungen.
    oder
    2. Wir wollen kein Stammtisch und keine Spielwiese sein. In der Regel werden die Kommentatoren, deren Beiträge nicht freigeschaltet wurden, über die Gründe informiert. Dazu gehörten Sie auch. Nehmen Sie diese Hinweise bitte ernst.]

    … schrieb Lars Michel am Mittwoch, dem 07.12.2011, um 17:01 Uhr.