Fahrraddemo auf der Königsbrücker

Dienstag, 11. Oktober 2011

Am 29.09.2011 haben CDU, FDP und Bürgerfraktion gemeinsam mit den Nazis im Stadtrat beschlossen, die Königsbrücker Straße vierspurig auszubauen. Der Kompromissversuch aus Variante 4 (Stadtratsbeschluss 2006) und weiterführender Variante 6 (sog. Hilbert-Variante) ist an diesen Mehrheitsverhältnissen gescheitert. Die Zeichen stehen jetzt auf Autobahn durch die Neustadt, und das, obwohl eine Verkehrsentlastung der Königsbrücker Straße als Begründung zum Bau der Waldschlößchenbrücke herangezogen wurde. Dabei ist derzeit weder die Finanzierung der überteuerten Variante gesichert, noch klar, ob diese Form des Ausbaus überhaupt so genehmigt werden kann (s.a. SäZ vom 30.09.2011).

Der ADFC hatte sich schon im Vorfeld mehrfach gegen die vierspurige Variante ausgesprochen, bei der nur sehr schmale Radwege abmarkiert werden sollen. Enge Überholabstände sind die Folge.

Die Verkehrsbetriebe sind strikt gegen die Variante, weil sich die Sicherheit ihrer Fahrgäste an den Haltestellen verschlechtert. Auch Fußgänger haben mit den sehr schmalen Gehwegen bei der vierspurigen Variante nichts mehr zu lachen.

Deshalb laden die Grünen zu einer Fahrraddemo auf der Königsbrücker ein. Treffpunkt ist immer freitags, 17:00 Uhr an der Schauburg.

Weitere Informationen zum Thema gibt es unter www.koenigsbruecker-muss-leben.de und www.königsbrücker.de.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.10.2011 aktualisiert.
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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Anfügen möchte ich noch,daß ein Strassenbahngleis grundsätzlich keine Fahrbahn ist und wenn ein Gleis doch benutzt wird wie im Fall Königsbrücker Strasse dies momentan der Fall ist,dies eine Entfremdung dieses eigenständigen Fahrbahn-Baukörpers darstellt.Welche wiederum bei Benutzung des Gleises als Fahrbahn den relativ schnellen zeitnahen Verschleiß dieses Baukörpers durch Überbelastung durch Auto-und auch Schwerlastverkehr bedeutet,für welchen ein Gleis nicht ausgelegt ist.Diese Beschreibung passt auch genau auf die Gleise der Strassenbahn auf der Königsbrücker Strasse in Dresden,da diese Gleise in dieser Strasse verkehrstechnisch gesehen zweckentfremdet für den Autoverkehr und eigentlich gedacht als Strassenbahnschienen zudem Eigentum der Dresdener Verkehrsbetriebe sind zur Aufrechterhaltung alleinig des Strassenbahn-nicht aber des Autoverkehres .
    Die Königsbrücker Strasse muß/sollte also bei einer Modernisierung oder einer Ausbauvariante ein eigenständiges und möglichst hochstehendes Strassenbahngleis erhalten für beide Fahrtrichtungen,damit eine Befahrung und eventueller Mißbrauch durch andere Verkehrsteilnemer,also Autos,grundsätzlich baulich von vornherein ausgeschlossen ist und bleibt..

    … schrieb Lars Michel am Donnerstag, dem 01.12.2011, um 22:56 Uhr.