Baukultur zwischen Denkmalschutz und Klimaschutz – ein Dilemma?

Samstag, 11. Juni 2011

Im Rahmen der Vortragsreihe „Werkberichte zur Denkmalpflege“ organisieren die Professuren für Denkmalpflege und Entwerfen sowie für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung der TU Dresden eine Veranstaltung, auf der Dr. phil. Marion Wohlleben (Zürich) einen Vortrag mit dem Titel „Baukultur zwischen Denkmalschutz und Klimaschutz – ein Dilemma?“ hält. Der Vortrag und die anschließende Diskussionsrunde findet am 28.06.2011 um 18:30 Uhr im Bürogebäude Zellescher Weg 17 (Gebäude Nr. 47 auf dem Campus-Plan) im Raum B 401 statt.

Es geht um ein strittiges Thema: die energetische Ertüchtigung des historischen Baubestands, insbesondere von Denkmalen. Was den einen ein dringendes umweltpolitisches (oder auch energiewirtschaftliches) Anliegen ist, das erscheint anderen als baukultureller Wahnsinn, der zur technokratischen Methode gerät.

Denkmalschutz und Klimaschutz stehen nicht grundsätzlich im Widerspruch zueinander. Wo es in der Praxis allerdings darum geht, Baudenkmalen wirtschaftliche Betriebsbedingungen zu sichern, etwa bei den Heizkosten im Wohnungsbestand, geraten denkmalpflegerische Idealvorstellungen in Bedrängnis: Wie weit soll man Eingriffe in ein Denkmal akzeptieren, um damit möglicherweise seine weitere Existenz zu erleichtern?

Zu diesem klassischen Fall eines Dilemmas, bei dem es keine reinen Lösungen, sondern nur mehr oder weniger akzeptable Kompromisse geben kann, werden Fachleute unterschiedlicher Disziplinen Stellung beziehen.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 11.06.2011 aktualisiert.
Sie können den Artikel als .pdf-Datei speichern ...
Gern können Sie auch diesen Artikel weiterempfehlen ...

Schlagworte: