Initiative Straba 61

Montag, 7. März 2011

Eine Initiative von Dresdens Erben

Der Verein Dresdens Erben e.V. startet am 07.03.2011 ein Bürgerbeteiligungsprojekt „Straßenbahn im Zuge der Buslinie 61“ mit einer Umfrage „Pro und Kontra Straßenbahn Linie 61“. Mit diesem interessanten Projekt der durchgängigen Bürgerbeteiligung an einem wichtigen Projekt der Mobilitätsentwicklung verfolgt der Verein folgende Ziele:

Die Vision

Dresden – Straßenbahnstadt des Ostens!

  • Dresden hat das Potential für ÖPNV-Erweiterung
  • Straßenbahn und Bus sind wesentlicher Bestandteil zur Luftreinhaltung und Gesunderhaltung und damit zur Vermeidung von Umweltzonen
  • Die Erhöhung des ÖPNV-Mobilitätsanteils ist möglich und für alle nützlich
  • Bisher hat jede Erweiterung des ÖPNV-Netzes Fahrgastgewinne erbracht
  • Jedes Jahr fahren über 135 Mio. Fahrgäste mit der DVB AG

Erweiterung des Straßenbahnnetzes befördern

Das Projekt konzentriert sich auf eine neue Straßenbahnlinie im Zuge der Buslinie 61, weil dort ein erhebliches Beförderungsdefizit durch die enorme Busbelastung besteht

  • Die Buslinie 61 ist bereits heute überlastet
  • mehr als 35.000 Fahrgäste an Werktagen erfordern eine moderne Straßenbahnlösung
  • Weitere Fahrgäste können gewonnen werden
  • Schon ab 20.000 Fahrgästen lohnt sich eine Straßenbahn

Das neue Liniennetzkonzept (eine Untersuchungsvariante)

  • Verlegung Straßenbahnlinie 7 zwischen Löbtau und Hbf. über die Nürnberger Straße
  • Verlegung Straßenbahnlinie 9 zwischen Strehlen und Hbf. über Zelleschen Weg
  • Einkürzung Linie 8 auf Hellerau – Postplatz
  • keine Verstärkerleistungen auf Buslinien 61 und 66 sowie Entfall Studentenlinie E3

Die Effekte

  • 3 Bahnen könnten 10 Busse ersetzen
  • Über 2.000 mehr Fahrgäste pro Werktag
  • vgl. Linie 61 derzeit: 36.500 Fahrgäste/Tag
  • Das Einsparpotential liegt bei mehr als 1.500 T€/Jahr
  • Es entfallen fast 2,5 Mio. Pkw-Kilometer pro Jahr
  • Die CO2-Bilanz wird von mehr als 2.000 t/Jahr entlastet

Fazit: Der Nutzen überwiegt deutlich gegenüber den Kosten!

Bürgerbeteiligung von der Zielfindung bis zur Realisierung

  • Entscheidend ist das Meinungsbild und die Einbeziehung der Bürger!
  • Bürgerbeteiligung ist notwendig bereits bei der Zielfindung bis zur Realisierung.
  • Start ist die Umfrage, es folgt die Beteiligung in den folgenden Planungsphasen.
  • Ein positives Bürgervotum ist auch wichtig für Förderentscheidungen.

Bürgerbeteiligung – wie weiter?

  • Start ist die Umfrage zur Mitwirkung an der Zielbestimmung
  • Es folgt eine Einwohnerinformation zum Vorprojekt durch Stadt und DVB
  • Danach: Bildung eines Bürger-Forums aus interessierten Bürgern, Interessengruppen/Verbänden, Initiativen zur dauerhaften Bürgerbeteiligung
  • Eine unabhängige Moderation ist zu gewährleisten
  • Bildung von Themengruppen
  • Einbeziehung von Experten nach Erfordernis

Das Bürgerforum ist Partner der Stadt und der DVB bei den weiteren Planungsphasen.

Die Umfrage startet am 07.03.2011 und läuft bis 15.05.2011. Sie ist über die Internet-Adresse

[Link derzeit nicht erreichbar]

aufzurufen und wird durch eine Postkartenaktion im Einzugsbereich begleitet.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 13.04.2012 aktualisiert.
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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. „Nicht nur der Stuttgarter Bahnhofsbau sorgt für Ärger. Auch andere Großprojekte zeigen: Fast immer laufen die Kosten aus dem Ruder.
    Diesen länderübergreifenden Trend belegen verschiedene Studien. Skandinavische Forscher haben vor ein paar Jahren die Kostenentwicklung von 258 Großprojekten der vergangenen Jahrzehnte rund um den Globus untersucht. Das Ergebnis: In neun von zehn Fällen wurde es teurer als zunächst geschätzt.
    Zu einem ähnlichen Ergebnis kam der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Werner Rothengatter, der – mittlerweile emeritiert – zuletzt am Karlsruher Institut für Technologie wirkte. Mit Kollegen aus England und Schweden fand er heraus, dass man weltweit bei öffentlichen Projekten zur ersten Kalkulation im Schnitt noch einmal einen Kostenaufschlag von 50 Prozent addieren muss – erst dann ergibt sich die endgültige Gesamtsumme.
    Ein wichtiger Grund für diese Kostenexplosion bestätigt viele Vorurteile gegenüber der Politik: Wenn die Baukosten in einer frühen Planungsphase ermittelt werden, geht es oft darum, ein politisches Projekt durchzuboxen. Hohe Kosten stören da nur. Deshalb werden Zahlen gern ungenau ermittelt. „
    Quelle: http://www.welt.de/channels-extern/ipad_2/politik_ipad_2/article13503904/Darum-explodieren-auf-Grossbaustellen-die-Kosten.html

    Genau dieses sollte man auch bei dem Dresdner Projekt „Linie 61“ berücksichtigen, sonst ist Dresden bald wieder in der Schuldenfalle. Auch sollte man erstmal den meistfrequentierten Abschnitt – vermutlich zwischen Nürnberger Ei und Paradiesstraße – sich vornehmen. Hier dürften noch weiterer Klärungsbedarf sein.

    Und nicht die Lärmschutzwand für die Anwohner vergessen, wenn die Straße näher an die Wohnbebauung heranrücken sollte!

    … schrieb Grüne Stadt am Dienstag, dem 13.03.2012, um 14:24 Uhr.

  2. Kleiner Hinweis:
    Ein Klick auf http://straba61.de.vu führt auf die Website des Plattenlabels GMS-Records ;-)
    [Anm. Moderation: Oh danke, Link ist im Text erst mal entfernt.]

    … schrieb FX am Freitag, dem 13.04.2012, um 11:48 Uhr.