Pressemitteilung II

Dienstag, 8. Februar 2011

Eine Pressemitteilung von Dresdens Erben

Kulturpalast Dresden: Stadt saniert lieber Messe als Stadthalle

Der neue Geschäftsführer der KKG, der Betreibergesellschaft des Kulturpalastes, ist auch Chef der Messe Dresden und derzeit in aller Munde, wegen der guten Bilanz der Messe. Natürlich freut sich Herr Finger über die 3,1 Mio. Euro, die ihm die Stadt zur Ertüchtigung der Messe gewährt und die für die vor der Entlassung stehenden Beschäftigten der KKG fehlen.

Dieses Geld hätte er ohne den geplanten Umbau des Kulturpalastes nie bekommen. Er profitiert davon, dass die Stadt krampfhaft eine Alternative zur bisher funktionierenden Mehrzweckhalle Kulturpalast suchen muss. Allerdings werden die optischen Verbesserungen im Inneren der Messehalle 1 den Besucher kaum davon überzeugen können, den weiteren Weg und das Fabrikhallenambiente in Kauf zu nehmen. Überdies muss Herr Finger darlegen, welche und wie viele der Unterhaltungsveranstaltungen, die derzeit im Kulturpalast laufen, überhaupt in seiner überaus erfolgreichen und somit nahezu voll ausgelasteten Messe überhaupt stattfinden können.

„Der Erfolg der Messe kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Stadt ein schlüssiges Gesamtkonzept bei der Ansiedlung von Veranstaltungen in der Stadt fehlt“, sagt Jana Knauth. „Ohne Not soll ein funktionierendes Gebäude kostenintensiv umgebaut und mit der Bibliothek überfrachtet werden, die anderenorts einen zweiten kulturellen Kristallisationspunkt bilden könnte. Die Synergieeffekte sind eher herbeigeredet als belegt.“, so die Vereinsvorsitzende weiter. „Anders als beim Kulturkraftwerk ist dies ein unverantwortliches Experiment mit unbekanntem Ausgang.“, so ihr Fazit.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 28.02.2011 aktualisiert.
Sie können den Artikel als .pdf-Datei speichern ...
Gern können Sie auch diesen Artikel weiterempfehlen ...