Auferstanden aus Ruinen

Donnerstag, 27. Januar 2011

Das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden veranstaltet vom 09.03.2011 bis 11.03.2011 im Kulturrathaus (Königstraße 15) eine Fachtagung unter dem Titel „Auferstanden aus Ruinen – 20 Jahre Denkmalschutz in den neuen Bundesländern”.

Die Tagung richtet sich an alle Menschen, die sich professionell und privat, praktisch und/oder ideell mit der Pflege unseres historischen Erbes befassen, denen die Denkmalpflege in jeder Weise ein persönliches Anliegen ist.

Zahlreiche ausgewiesene Fachleute aus dem ganzen Bundesgebiet werden als Referenten die Tagung durch Vorträge gestalten.

Es wird Gelegenheit zum Rückblick auf rund zwanzig Jahre überwiegend erfolgreicher Arbeit im Denkmalschutz seit der deutschen Wiedervereinigung geben. Über Manches wird zu streiten sein, eigene Erfahrungen können vermittelt und denen der anderen entgegengestellt werden. Es soll darüber hinaus aber ebenso der Versuch unternommen werden, Perspektiven für die Denkmalpflege der Zukunft – natürlich nicht nur in den ostdeutschen Bundesländern – zu entwickeln.

Auf fachlich hohem Niveau, aber auch dem Laien verständlich, werden die Vorträge präsentiert und durch eine Ausstellung zur Tagung sowie spezielle Stadtführungen in Dresden ergänzt.

Für die Teilnahme an der Tagung ist eine Anmeldung bis zum 15.02.2011 erforderlich. Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden sich auf der Website dresden.de.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 01.04.2011 aktualisiert.
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4 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Nun das Anliegen ist ja ganz löblich, aber der Titel? Er impliziert ja sozusagen, daß es zu DDR-Zeiten gar keinen Denkmalschutz gab und erst nach der Wende die Kulturgüter aus der Asche gehoben wurden. Daß aber gerade in Dresden die Zusammenarbeit der amtlichen Denkmalpfleger mit den ehrenamtlichen wesentlich besser verlief als das jetzt der Fall ist, fällt dabei wohl unter den Tisch. Was ist aus dem Andenken an Hans Nadler geworden, der mit Klugheit und Strategie vieles gewendet hat? Sicherlich gab es zu wenig Geld für die heutigen Luxussanierungen, aber in der Zusammenarbeit lag die Kraft, die Kulturdenkmäler wenigstens zu sichern.
    Man kann nur hoffen, daß den Machern noch ein Licht aufgeht.

    … schrieb Jana am Dienstag, dem 01.02.2011, um 10:37 Uhr.

  2. Schön und gut – die angekündigte Fachtagung. Aber ich habe da so meine Zweifel, denn schon das Thema “…20 Jahre Denkmalschutz in den neuen Ländern…” sagt mir was da wohl so ablaufen wird: Zu DDR- Zeiten war Denkmalschutz eine Wüste und wir Denkmalpfleger waren sowieso doof, außerdem noch “staatstragend”. Ich habe mir das nach 25-järiger ehrenamtlicher Tätigkeit und Kulturbundmitglied von einigen sog. “Bürgerrechtlern” vorwerfen lassen müssen. Dass wir bedeutende Denkmalpfleger, wie Nadler, Glaser, Krüger, Löffler, Hütter, Ebeling usw. usw. und außerdem sehr aktive Ehrenamtliche hatten, wird kaum erwähnt. Trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die es in der DDR gab, wurde viel erreicht, auf das wir stolz sein können. Man will es nur vergessen machen.

    … schrieb Dieter am Sonntag, dem 06.02.2011, um 10:43 Uhr.

  3. @ Dieter
    Vorrang haben das Ausschlagen der Namenskartuschen und die Beseitigung aller sonstigen Spuren der jeweiligen Vorgängerdynastie.

    Ich bin aber sicher, dass ein paar anerkennende Worte für denkmalpflegerisches Wirken während der Diktatur möglich sind. Die Ehrenamtlichen konnten ja nichts für den Verfall wertvoller Bausubstanz. Stellen Sie einfach eine Kontinuität des Widerstandes heraus.

    … schrieb visitor x am Sonntag, dem 06.02.2011, um 15:37 Uhr.

  4. Ich lache mich schlapp: 20 Jahr Denkmalpflege in den neuen Ländern…bedeutet die umfassende Zerstörung der gotischen Zwingburg Moritzburg in Halle an der Saale durch den vollständig abartigen Neubau Landeskunstmuseum….. bedeutet das Zertrümmern der kleinteiligen Fachwerkbebauung durch ein super modernes fensterlosses Betondenkmal von Bassewitz und Kiesow auch als Tagungsarchitektur Kornmarkt 6 bekannt. Was in der ehemaligen DDR an Abbruch von wertvoller Denkmalsubstanz ohne Rücksicht auf hochwertiger Bausubstanz stattfand, wäre im Westen im Gerichtssaal mit mehr jährigem Verfahren geendet.

    Verständnis fürs Denkmal…großfressige Fehlanzeige

    … schrieb Rudi Meckfresser am Freitag, dem 18.03.2011, um 17:20 Uhr.