Pressemitteilung der Grünen Liga Sachsen

Samstag, 25. September 2010

Grüne Liga erhebt “Eilklage” gegen den Bau der Waldschlößchenbrücke

Am 17.9.2010 genehmigte die Landesdirektion Dresden den
Einschwimmvorgang des Mittelteils der Waldschlößchenbrücke. Nach
sorgfältiger Analyse dieser Entscheidung hat die Grüne Liga am 23.9.2010
einen Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes (“Eilklage”)
gestellt, um auf diesem Wege eine weitere Schädigung des ökologisch
wertvollen “Natura 2000-Gebietes” der Elbe abzuwenden. Zugleich soll
dafür gesorgt werden, dass keine zusätzlichen Fakten geschaffen werden,
bevor über die beim Sächsischen Oberverwaltungsgericht in der
Berufungsinstanz noch immer anhängige Klage gegen den Bau der
Waldschlößchenbrücke entschieden ist.

Zu diesem Schritt sah sich die Grüne Liga gezwungen, weil ihre
umfänglich vorgetragenen naturschutzfachlichen und –rechtlichen
Argumente von der Landesdirektion nicht berücksichtigt wurden. Für den
Naturschutz ist dies umso unverständlicher, als im Genehmigungsverfahren
offenbar geworden ist, dass der Brückenbau die Elbe und ihre Vorländer
weitaus intensiver schädigt als der Bau eines Tunnels. Da die ökologisch
vorteilhafte Tunnelvariante nach Berechnungen von Experten
voraussichtlich sogar günstiger ist, als der Bau der
Waldschlößchenbrücke, verbindet die Grüne Liga mit ihrer “Eilklage” die
Hoffnung, mit ihren gewichtigen Argumenten nun beim Sächsischen
Oberverwaltungsgericht Gehör zu finden.

GRÜNE LIGA Sachsen e.V.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.12.2010 aktualisiert.
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Ein Kommentar zu diesem Artikel

  1. Das ist wirklich interessant zu lesen. Das wusste ich noch nicht mit der Klage.

    … schrieb Lukas aus Lüsen am Dienstag, dem 14.12.2010, um 12:31 Uhr.