Einladung zum Picknick

Sonntag, 22. August 2010

Unter dem Motto „Keine Dauerparkplätze am Elbufer!“ wird am Sonntag, dem 29.08.2010, ab 14:00 Uhr auf dem Festplatz Loschwitz (vom F.-F.-Finke-Parkplatz in Richtung Elbe) ein Picknick veranstaltet. Dabei soll über die aktuell bestehende Gefahr informiert werden, dass mit der Ausgliederung von Parkflächen aus dem Landschaftsschutzgebiet eine schleichende Erosion des gesamten Schutzgebietes in Gang gesetzt wird. Zugleich besteht die Möglichkeit, die Petition für die Bewahrung der Dresdner Elblandschaft zu unterzeichnen.

Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen. Bitte bringen Sie Picknickdecken, Essen und Trinken für sich mit!

Das Picknick ist eine Initiative

  • der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,
  • der Stadtratsfraktion der SPD,
  • der Stadtratsfraktion der Linken,
  • der Grünen Liga Dresden/Oberes Elbtal,
  • von Dresdens Erben,
  • der BUND Kreisgruppe Dresden,
  • des NABU Regionalverband Meißen-Dresden,
  • der Vereinigung ökologischer Landbau,
  • des Entwicklungsforum Dresden sowie
  • dem Fachbereich Naturschutz und Landschaftsgestaltung im Landesverein Sächsischer Heimatschutz.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.10.2012 aktualisiert.
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7 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Leute … diese Fläche ist bereits seit 2008 aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgegliedert worden (da gab es einen Stadtratsbeschluß). Ich halte ja auch nichts von einem Parkplatz dort unten, aber ich bin auch ein Freund sachlich korrekter Argumente. Wenn in der Petition steht:

    Es gibt derzeit Bestrebungen, im Loschwitzer Bereich einen dauerhaften Parkplatz am Elbufer einzurichten und das derzeit praktizierte Parken am Blasewitzer Ufer zu legalisieren.

    Dann wird man ja mal darauf hin weisen können, dass aktuell längst nicht mehr nicht dort unten wild geparkt werden kann. Denn alle infrage kommenden Zufahrtsstraßen sind mit Pollern u.ä. versperrt.

    Beides setzt voraus, dass die Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgegliedert

    Siehe oben. Längst erfolgt zwecks Parkplatzbau.

    und „parkfest“ also versiegelt werden.

    Das wäre der einzige momentan korrekte Punkt.

    … schrieb Frank am Sonntag, dem 22.08.2010, um 14:29 Uhr.

  2. @Frank
    Ich habe bisher keinen Beleg dafür gefunden, dass die Parkflächen vom sächsischen Umweltministerium aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgegliedert wurden. Können Sie helfen?

    … schrieb roderic am Montag, dem 23.08.2010, um 08:58 Uhr.

  3. Natürlich sind die Parkflächen an beiden Elbufern am Blauen Wunder Bestandteile des Landschaftsschutzgebietes.

    Um Flächen aus einem LSG herauszunehmen bedarf es eines förmlichen Ausgliederungsverfahrens mit Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Ein Stadtratsbeschluss kann ein solches Verfahren einleiten, mehr nicht. Ein Ausgliederungsverfahren für die Flächen hat bisher nicht stattgefunden und wird auch hoffentlich durch den öffentlichen Druck verhindert.

    Bei der geplanten Ausgliederung geht es um viel mehr als die beiden Flächen. Es geht darum, ob der Schutzstatus für die Dresdner Elbwiesen überhaupt etwas wert ist.

    Der Druck auf die Flächen an der Dresdner Elbe ist enorm, es sind teure Wohngrundstücke. Die Investoren stehen bereit (siehe Saloppe) und wo viel Geld fließt wird auch viel Schmiergeld unter die Lokalpolitiker gebracht. Wachsamkeit und frühes Reagieren sind notwendig, wenn unsere Heimat und unsere Kulturlandschaft nicht verscherbelt werden sollen.

    … schrieb GRÜNE LIGA Sachsen e.V. am Montag, dem 23.08.2010, um 11:22 Uhr.

  4. @ roderic: Nein, habe ich leider nicht, ich habe schon überlegt, ob ich mal selbst anfrage, da die Aussagen immer widersprüchlicher werden. Meine Quelle war ein Kommentar von FDP-Ortsbeirat Dietmar Fischer in einem Dresdner Blog. Ich habe Herrn Fischer angeschrieben, aber keine Antwort erhalten. Von den Grünen hatte ich allerdings auch keine Anwort auf eine entsprechende Mail erhalten.

    @ GRÜNE LIGA: Letztes Wochenende war ein Stand der GRÜNEN am Schillerplatz. Ich habe dort einmal wegen diesem Thema gefragt und mir wurde bestätigt, dass die betreffende Fläche tatsächlich ausgegliedert sei. Den Namen der Frau habe ich mir natürlich nicht gemerkt (ich hatte auch gar nicht gefragt), aber der Stadtratsbeschluß war ihr bekannt. Allerdings muss ich dazu sagen, dass sie meinte, diese Ausgliederung sei nur interimsmäßig, auf drei Jahre beschränkt.

    Ich unterschreibe einfach nur ungern Petitionen, wenn ich das Gefühl habe, dass mir dabei schon wieder die Hälfte verschwiegen wird bzw. mir nur ein Teil erzählt wird.

    Übrigens hat das mit der Saloppe gar nichts zu tun. Da geht es um den Elbhang, hier aber um ein (bereits gepflastertes) Stück der Elbwiesen. Dass es große Wünsche nach Grundstücken am Elbhang gibt, ist mir klar. Aber auf dem bewussten Gelände in Loschwitz wird kein normaler Mensch ein Haus bauen wollen , wenn er schon einmal Hochwasserbilder gesehen hat. Dass ein Bebauungsverbot für die Elbwiesen bleiben muss – da sind wir uns aber einig.

    [letzte Anmerkung gelöscht: off-topic – Eduard Zetera]

    … schrieb Frank am Montag, dem 23.08.2010, um 15:47 Uhr.

  5. @ Frank:
    Was hat das mit der GRÜNEN LIGA zu tun, dass Sie an einem Stand der Grünen eine Auskunft bekommen??? Das eine ist ein gemeinnütziger Naturschutzverein, das andere ist eine politische Partei.

    Die Parkplatzgeschichte hat übrigens durchaus mit der Saloppe zu tun, denn es geht eben nicht nur um die beiden Flächen, sondern um den Umgang mit dem gesamten Schutzgebiet.

    Und das Argument, dass “kein normaler Mensch” in Hochwassergebieten an der Elbe baut, stimmt so auch nicht. Ein Stückchen elbaufwärts (Herrmann-Glöckner-Strasse) ist gerade ein neues Viertel Einfamilienhäuser entstanden und verkauft worden. Außerdem kann man einigermaßen hochwassersicher bauen, hohe Ufermauern, Bohrpfahlgründungen … das wird ja bei großen Gebäuden (Hotels, Kongresshallen) auch gemacht.

    Also nochmal: Wachsam bleiben, wenn die Dresdner Elblandschaft so schön bleiben soll!

    … schrieb GRÜNE LIGA Sachsen e.V. am Dienstag, dem 24.08.2010, um 08:16 Uhr.

  6. @ GRÜNE LIGA: Was ein Stand der GRÜNEN mit Euch zu tun hat? Letztlich nicht viel, aber darum geht es nicht. Mir ging es lediglich um verbindliche Auskünfte zu einem aktuellen Thema. Sind die GRÜNEN aus Eurer Sicht etwa keine seriöse Quelle?

    Zufälligerweise war ich am Schillerplatz und zufällig waren zu dem Zeitpunkt auch die GRÜNEN dort. Und da die Leute am Stand eben gerade Unterschriften für die Petition sammelten, war das für mich eine Gelegenheit, einfach mal zu fragen. Was ist daran falsch?

    Ich halte den Vergleich mit der Saloppe übrigens trotzdem für ungeeignet, um im aktuellen Loschwitzer Problem eine grundsätzliche Gefährdung des Elbtales zu sehen: Gerade bei der Saloppe zeigte sich, dass die Mehrheit der Dresdner für den Erhalt des Ist-Zustandes war. Hat ja auch Erfolg gehabt. Anscheinend ist der Umgang mit dem gesamten Schutzgebiet für die Dresdner durchaus nicht nebensächlich.

    Das Gelände an der Hermann-Glöckner-Straße mit dem Festplatz unterhalb der Feuerwache zu vergleichen, halte ich für etwas sehr weit hergeholt. Nur weil beim extremen Hochwasser 2002 das Wasser auch dort stand, ist die H-G-Str noch lange kein unbebaubares Hochwassergebiet. Dieses Gelände war schon seit Jahren für eine Bebauung vorgesehen. (Ich weiß, wovon ich rede – ich fahre täglich dort vorbei). Daneben stehen auch schon seit langem alte Häuser auf vergleichbaren Höhen. So gesehen, müsste man jegliche Bautätigkeit an der Pillnitzer Landstraße als falsch einstufen.

    … schrieb Frank am Dienstag, dem 24.08.2010, um 14:55 Uhr.

  7. Heute ist wohl das Picknick angesetzt. Ich wünsche Euch gutes Wetter! Und vielleicht klären sich dann auch einige Angelegenheiten. Es freut mich, dass hier so diskutiert wird.
    Mit Interesse verfolge ich das.
    mfG
    Manfred

    … schrieb Manfred am Sonntag, dem 29.08.2010, um 15:05 Uhr.