Zorn und Tränen

Freitag, 25. Juni 2010

Am 25.06.2010 jährt sich der Tag der Aberkennung des UNESCO-Welterbe-Titels für das Dresdner Elbtal zu ersten mal. Das ist wahrlich kein Grund zu feiern – weder für die Dresdner noch für irgendjemand sonst auf dieser Welt.

Es ist wohl mehr als einmal versucht worden, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie es so weit kommen konnte und ob es so weit kommen durfte. Kaum einem ist es jedoch gelungen, diese Frage so umfassend und so präzise zu beantworten, wie Prof. Freifrau von Schorlemer, der Inhaberin des Lehrstuhls für Völkerrecht, europäisches Recht und internationale Beziehungen an der TU Dresden. Sie ist zugleich Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaats Sachsen.

Leider ist ihr bemerkenswerter Beitrag mit dem Titel „Zur Einhaltung der UNESCO-Welterbekonvention: Betrachtungen zum Elbtal und zur Dresdner Waldschlößchenbrücke“ in englischer Sprache in dem wenig verbreiteten „German Yearbook of International Law“ erschienen. Um ihn einem größeren Leserkreis zugänglich zu machen, haben wir eine Besprechung mit kommentierter Kurzfassung (.pdf-Datei, 222 kB) erarbeitet.

Der letzte Satz ihres Beitrags lautet:

Ohne Zweifel, der weltweit erstmalige Verlust des Welterbetitels für ein Kulturerbe führt zu einer schweren Niederlage für die Unverletzlichkeit des Kulturerbes der ganzen Menschheit – inde irae et lacrimae.

Inde irae et lacrimae ist ein Zitat aus der ersten Satire des römischen Dichters Juvenal. Gewöhnlich wird es mit „Daher der Zorn und die Tränen“ übersetzt. Wessen Zorn und wessen Tränen die Autorin damit gemeint haben wird, lesen Sie in den Anmerkungen zu unserer Übersetzung.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 30.12.2010 aktualisiert.
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