Petition für die Bewahrung der Dresdner Elblandschaft

Sonntag, 27. Juni 2010

Das Elbhangfest sorgt für ein Wochenende gefüllt mit Kultur, Spaß und Genuss entlang der Elbe. Wir wollen dieses Wochenende, an dem vielen Dresdnern und Besuchern deutlich wird, wie schön und einzigartig das Dresdner Elbtal ist, zum Anlass nehmen, etwas für den Schutz dieser Landschaft zu tun.

Gegen den wachsenden Druck aus CDU und FDP, Parkplätze im Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, möchten wir gemeinsam mit anderen Initiativen und Vereinen aktiv werden.

Unterzeichnen Sie die „Petition für die Bewahrung der Dresdner Elblandschaft“ der Grünen Liga! Informieren Sie Freunde und Bekannte über die Petition, finden Sie weitere Unterzeichner. Überlassen Sie das Feld nicht den „Drahtziehern“ der Dresdner Politik. Zeigen Sie, wie Sie sich ein schönes Dresden vorstellen. Die Grüne Liga wird die Petition der Dresdner Oberbürgermeisterin übergeben, die Stadtratsfraktionen werden über die Petition informiert.

Im übrigen sorgen sich nicht nur die Dresdner um den Erhalt der Elbauen im Stadtgebiet. So heißt es in einer aktuellen Stellungnahme des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V.:

Bekanntlich ist Dresden ohne Elbe und ihre Nebengewässer unvorstellbar. Die Elbe durchfließt in einer Länge von ca. 30 km das Stadtgebiet und stellt zusammen mit ihrer Aue einen bedeutsamen Landschafts-, Natur- und Kulturraum dar [und] dient als Naherholungsgebiet für Einwohner und Gäste Dresdens. Ebenso ist die Aue als Hochwasserüberflutungsraum unerlässlich. … Nicht umsonst zählen Auen zu den arten- und strukturreichsten Landschaften der gemäßigten Zonen der Erde.

Alles Gründe, warum – nach Auffassung des Arbeitskreises Hallesche Auenwälder zu Halle (Saale) e.V. (AHA) – auch die Elbe und ihre Aue von jeglicher Bebauung freizuhalten ist, wie vom Ansatz her z.B. in der Verordnung der Landeshauptstadt Dresden zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes der Elbe in Dresden vom 11. Mai 2000, festgehalten.

Nachtrag: Die Petition kann auch online auf der Website der bündnisgrünen Stadtratsfraktion unterzeichnet werden.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.10.2012 aktualisiert.
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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. In der Petition steht: „Das Landschaftsschutzgebiet ist bedroht! Es gibt derzeit Bestrebungen, im Loschwitzer Bereich einen dauerhaften Parkplatz am Elbufer einzurichten und das derzeit praktizierte Parken am Blasewitzer Ufer zu legalisieren. Beides setzt voraus, dass die Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgegliedert und „parkfest“ also versiegelt werden.“

    Soweit ich weiß, ist dieses Gebiet aber bereits extra aus dem Landschaftsschutzgebiet ausgegliedert worden weil es bereits als Parkfläche vorgesehen ist (Stadtratsbeschluss vom 21.02.2008). Muss es „versiegelt“ werden? Gepflastert ist es doch bereits. Auf jeden Fall ist dort keine Wiese.

    Ob dort wirklich ein Parkplatz benötigt wird, kann ich nicht beurteilen – wegen mir muss keiner gebaut werden. Ich bin ohnehin der Meinung, dass man nicht mit dem Auto zur Kneipe fahren muss (und das dürfte für viele der dort Parkplatzsuchenden das Ziel sein). Aber gleich von der „Bedrohung des Landschaftsschutzgebietes“ zu sprechen, halte ich für übertrieben.

    … schrieb Frank am Montag, dem 28.06.2010, um 18:39 Uhr.

  2. @ Frank:
    Zitat:
    Aber gleich von der „Bedrohung des Landschaftsschutzgebietes“ zu sprechen, halte ich für übertrieben.

    Es mag Ihnen so scheinen, dass es sich nur um einen unbedeutenden Eingriff handelt. Aber viele unbedeutende Eingriffe führen in der Summe zu großen Veränderungen. Diese Einsicht ist es, die viele und nicht nur die üblichen Verdächtigen bewegt sich der Petition anzuschließen.

    Auto- und Straßenbaulobby und ihre Parteien kosten mit diesem Vorhaben offenbar den scheinbaren Triumph aus, den sie glauben bei der Waldschlößchenbrücke erzielt zu haben. Sie werden es weiter tun und da ist eben Wachsamkeit nötig.

    Irgendwann wird schon jemand kommen und feststellen, dass die Parkflächen nicht ausreichen und eine Erweiterung nötig ist. Es ist ja nur eine ganz kleine Erweiterung und da soll doch niemand übertreiben, werden Sie dann sagen. Und gegenüber der Waldschlößchenbrüche sind die Parkplätze auch nur ganz kleine Verschandelungen, aber sie sind ein weiterer Schritt im laufenden Prozess der Zerstörung des Elbtals und deshalb sollte man sich dagegen wehren.

    Ganz so unbedeutend sind die Parkplätze aber auch nicht. Denn sie machen Schillerplatz und Wieckstraße, bisher verkehrsberuhigt, zu Durchgangsstraßen.

    Versiegelt werden muss ein Parkplatz schon, oder wollen Sie, dass evtl. Öl in den Untergrund gelangt?

    … schrieb Wilhelm Friedemann am Samstag, dem 03.07.2010, um 13:06 Uhr.