Kulturpalastumbau aus Veranstaltersicht (2)

Montag, 14. Juni 2010

Nach der jüngsten Wortmeldung von Dieter Semmelmann, der selbst als Veranstalter der „leichen Muse“ den Kulturpalast nutzt, sei noch einmal an die Position von Bernd Aust erinnert. Er sagte am 06.11.2009:

Was die OB am 05.11.2009 [bei der öffentlichen Informationsveranstaltung zu den Umbauplänen im Festsaal des Kulturpalastes] sagte, stimmt leider nicht! Es ist doch ein Unterschied, ob ich einen Saal mit einer Kapazität von 2.435 Plätzen für eine Konzertplanung vorhalten kann oder einen Saal mit nur 1.300 Plätzen und weniger. Ob die Veranstaltung letztlich ausverkauft ist, also ob 2.435 Plätze wirklich belegt sind, dafür trägt der Veranstalter das Risiko.

Der Kollege vom Architekturbüro [Stefan Schütz, der Meinhard von Gerkan vertrat] hat am 05.11.2009 die Zuhörer einfach belogen, als er erzählt hat, dass der Klassiksaal bei Unterhaltungsshows 1.700 Besuchern zur Verfügung stehen wird. Zum einen wurde gestern Abend schnell mal das Fassungsvermögen von 1.700 auf 1.900 erhöht, ohne dass eine Korrektur des Planes zu sehen war und zweitens wurde bei der Bekanntgabe der Kapazität für Unterhaltungsshows absichtlich verschwiegen, dass für diese Shows eine richtige Bühne eingebaut werden muss, die auch seitliche Gassen haben muss. Was vollkommen unter den Tisch gefallen ist, sind die Sichtverhältnisse der Zuschauer zur Bühne. Als Veranstalter kann ich ein Lied davon singen, wie Zuschauer reagieren, die nur schlecht oder auch nur teilweise das Geschehen auf der Bühne einsehen können.

Um das zu unterlegen, habe ich die Sichtverhältnisse bei der Nutzung des neuen Saales für Unterhaltungsshows [.pdf-Datei, 3.120 kB] dargestellt und komme bei Auszählung der brauchbaren Plätze auf ca. 1.000.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Beitrag „Kulturpalast: Bernd Aust legt nach“ in der Cybersax vom 15.10.2009, in der Pressemitteilung „Dresden bereitet Entscheidungen zum Kulturpalast und Messe vor“ der Landeshauptstadt vom 19.10.2009 sowie im Artikel „Orosz: Kulturpalast-Umbau ist alternativlos“ in der SZ vom 06.11.2009.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 21.10.2012 aktualisiert.
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