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	<title>Kommentare zu: Ein Gespenst geht um</title>
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	<description>Forum für Stadtentwicklung und Kommunalpolitik</description>
	<lastBuildDate>Tue, 08 May 2012 16:19:23 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: JH</title>
		<link>http://quo-vadis-dresden.de/2011-11-ein-gespenst-geht-um.html/comment-page-1#comment-3032</link>
		<dc:creator>JH</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 18:52:21 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://quo-vadis-dresden.de/?p=6150#comment-3032</guid>
		<description>Verehrter StepahnR,

Sie sprechen mich in gewisser Weise persönlich an, erlauben Sie mir eine persönliche Meinung.

Wann, wenn nicht jetzt? fragen Sie und Ihr Wunsch nach Frieden und konstruktiver Aufarbeitung ist ebenso berechtigt wie – zumindest bei Dresdner Welterbefreunden - verbreitet. Ich teile diesen Wunsch, dennoch frage ich Sie: 

Warum &lt;em&gt;gerade&lt;/em&gt; &lt;em&gt;jetzt&lt;/em&gt;? Fünf Hinweise:

- Jetzt, da mit der Hellerauer Bewerbung wieder einmal Fakten geschaffen wurden? 

- Wie Sie vielleicht wissen, findet in diesen Tagen vor dem Bautzner OVG die mündliche Verhandlung zur Brücke statt. Wir alle hoffen auf ein faires Urteil. Wie groß, meinen Sie, wird wohl die Gesprächsbereitschaft der Landesregierung sein, wenn der Planfeststellungsbeschluss für rechtens erklärt wird?

- In Baden-Württemberg haben die Gegner von S21 eben eine schmerzhafte Niederlage erlitten. In billiger Verkürzung wird die auch auf Dresden heruntergebrochen.

- Der Tourismus in Dresden ist nicht zurückgegangen. Es läuft alles prima. Dresden ist Stadt zahlloser Superlative.

- Das Netzwerk Welterbebewegung gilt als Minderheit. Warum sollten sich die Repräsentanten einer nach außen hin zufriedenen Mehrheit mit ihnen auseinandersetzen?

Davon abgesehen - was mag Aufarbeitung heißen? Wird sie ergebnisoffen sein? Schließt sie die Möglichkeit eines politischen Prozesses ein, an dessen Ende die Beseitigung des entstandenen Schadens im Elbtal steht? Werden Verantwortlichkeiten benannt, gar der Verfassungsbruch nach Artikel 1 der Landesverfassung? Oder geht es mehr um eine moralische Entlastung der Schadensverursacher, ein bisschen Selbstkritik und eine gemeinsame glückliche Zukunft mit ganz viel Bürgerbeteiligung und Heimatgefühl.

Ich kann ein bestimmtes Harmoniebedürfnis gut verstehen und auch nachvollziehen. Oft verkennt es aber die tatsächliche Haltung des Gegenübers. Nebenbei ist es überall auf der Welt üblich, dass der Schadensverursacher das Gespräch sucht. 

Nun gut. Um etwas persönlich zu bleiben: Tillich hat mir gegenüber etwa wörtlich gesagt, dass er im Wählervotum der OB-Wahl 2008 eine Bestätigung des BE2005 für die Brücke sieht. Ich mache mir, was Tillich betrifft, keine Illusionen. Aus Sicht der Welterbezerstörer reduziert sich der Konflikt auf die Frage: Akzeptieren wir gemeinsam das Bürgervotum oder nicht. Das heißt: Es gibt für Union/FDP gar keinen Konflikt. Das Problem haben danach die Welterben mit der Demokratie. Die Reaktionen der Brückenfreunde beim Thema WSB und Welterbe zeigen freilich, dass es da viel Selbsttäuschung gibt. Einsichten müssen aber von innen heraus reifen.

Die „verzichtbar“-Seite hat momentan weder ein Bewusstsein des entstandenen kulturellen Schadens, noch eines Rechtsbruchs (Welterbekonvention). Wir haben deshalb nicht einmal Mindestvoraussetzungen für ein - wie auch immer geartetes - sinnvolles Gespräch. Ein fauler Frieden, meine ich, würde niemandem helfen.

Die BI Dresdner Erben zum Beispiel zeigt, dass es nicht nur Nischen gibt, sondern ein Engagement von all dem unabhängig weitergeht.

Was denken Sie?
Gruß JH
</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verehrter StepahnR,</p>
<p>Sie sprechen mich in gewisser Weise persönlich an, erlauben Sie mir eine persönliche Meinung.</p>
<p>Wann, wenn nicht jetzt? fragen Sie und Ihr Wunsch nach Frieden und konstruktiver Aufarbeitung ist ebenso berechtigt wie – zumindest bei Dresdner Welterbefreunden &#8211; verbreitet. Ich teile diesen Wunsch, dennoch frage ich Sie: </p>
<p>Warum <em>gerade</em> <em>jetzt</em>? Fünf Hinweise:</p>
<p>- Jetzt, da mit der Hellerauer Bewerbung wieder einmal Fakten geschaffen wurden? </p>
<p>- Wie Sie vielleicht wissen, findet in diesen Tagen vor dem Bautzner OVG die mündliche Verhandlung zur Brücke statt. Wir alle hoffen auf ein faires Urteil. Wie groß, meinen Sie, wird wohl die Gesprächsbereitschaft der Landesregierung sein, wenn der Planfeststellungsbeschluss für rechtens erklärt wird?</p>
<p>- In Baden-Württemberg haben die Gegner von S21 eben eine schmerzhafte Niederlage erlitten. In billiger Verkürzung wird die auch auf Dresden heruntergebrochen.</p>
<p>- Der Tourismus in Dresden ist nicht zurückgegangen. Es läuft alles prima. Dresden ist Stadt zahlloser Superlative.</p>
<p>- Das Netzwerk Welterbebewegung gilt als Minderheit. Warum sollten sich die Repräsentanten einer nach außen hin zufriedenen Mehrheit mit ihnen auseinandersetzen?</p>
<p>Davon abgesehen &#8211; was mag Aufarbeitung heißen? Wird sie ergebnisoffen sein? Schließt sie die Möglichkeit eines politischen Prozesses ein, an dessen Ende die Beseitigung des entstandenen Schadens im Elbtal steht? Werden Verantwortlichkeiten benannt, gar der Verfassungsbruch nach Artikel 1 der Landesverfassung? Oder geht es mehr um eine moralische Entlastung der Schadensverursacher, ein bisschen Selbstkritik und eine gemeinsame glückliche Zukunft mit ganz viel Bürgerbeteiligung und Heimatgefühl.</p>
<p>Ich kann ein bestimmtes Harmoniebedürfnis gut verstehen und auch nachvollziehen. Oft verkennt es aber die tatsächliche Haltung des Gegenübers. Nebenbei ist es überall auf der Welt üblich, dass der Schadensverursacher das Gespräch sucht. </p>
<p>Nun gut. Um etwas persönlich zu bleiben: Tillich hat mir gegenüber etwa wörtlich gesagt, dass er im Wählervotum der OB-Wahl 2008 eine Bestätigung des BE2005 für die Brücke sieht. Ich mache mir, was Tillich betrifft, keine Illusionen. Aus Sicht der Welterbezerstörer reduziert sich der Konflikt auf die Frage: Akzeptieren wir gemeinsam das Bürgervotum oder nicht. Das heißt: Es gibt für Union/FDP gar keinen Konflikt. Das Problem haben danach die Welterben mit der Demokratie. Die Reaktionen der Brückenfreunde beim Thema WSB und Welterbe zeigen freilich, dass es da viel Selbsttäuschung gibt. Einsichten müssen aber von innen heraus reifen.</p>
<p>Die „verzichtbar“-Seite hat momentan weder ein Bewusstsein des entstandenen kulturellen Schadens, noch eines Rechtsbruchs (Welterbekonvention). Wir haben deshalb nicht einmal Mindestvoraussetzungen für ein &#8211; wie auch immer geartetes &#8211; sinnvolles Gespräch. Ein fauler Frieden, meine ich, würde niemandem helfen.</p>
<p>Die BI Dresdner Erben zum Beispiel zeigt, dass es nicht nur Nischen gibt, sondern ein Engagement von all dem unabhängig weitergeht.</p>
<p>Was denken Sie?<br />
Gruß JH</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: StephanR</title>
		<link>http://quo-vadis-dresden.de/2011-11-ein-gespenst-geht-um.html/comment-page-1#comment-3030</link>
		<dc:creator>StephanR</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 23:59:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://quo-vadis-dresden.de/?p=6150#comment-3030</guid>
		<description>Hallo Herr Hellmich,

vielen Dank für diesen Beitrag.

Herr Löser schrieb ja schon in der vorangegangenen Pressemitteilung, dass das Netzwerk die Hellerau-Bewerbung &quot;prinzipiell begrüßt&quot;.

Somit wäre doch jetzt ein günstiger Anlass/Zeitpunkt, die &quot;Beteiligten&quot; aller Fronten endlich aus ihren Schützengräben heraus zu bitten, um mit einer einer konstruktiven Aufarbeitung des Debakels um das Elbtal-Welterbe zu beginnen, oder?

Mitbürger, die &quot;verzichtbar&quot;-Statements von sich gaben, sollten genauso um Mitwirkung gebeten werden, wie solche, die sich mittlerweile in „Friends of Dresden&quot;-Nischen mit Friedenspreis-Vergabe zurückgezogen haben. Denn nur ein gemeinsamer Aufarbeitungsprozess kann den inneren Frieden der Dresdner Einwohnerschaft wiederherstellen.

Wann sollte der Gesprächsfaden zur Reflexion des &quot;Welterbefiaskos&quot; endlich aufgenommen (d.h. auch aus dem &quot;Netzwerk&quot; herausgetragen) werden, wenn nicht jetzt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Hellmich,</p>
<p>vielen Dank für diesen Beitrag.</p>
<p>Herr Löser schrieb ja schon in der vorangegangenen Pressemitteilung, dass das Netzwerk die Hellerau-Bewerbung &#8220;prinzipiell begrüßt&#8221;.</p>
<p>Somit wäre doch jetzt ein günstiger Anlass/Zeitpunkt, die &#8220;Beteiligten&#8221; aller Fronten endlich aus ihren Schützengräben heraus zu bitten, um mit einer einer konstruktiven Aufarbeitung des Debakels um das Elbtal-Welterbe zu beginnen, oder?</p>
<p>Mitbürger, die &#8220;verzichtbar&#8221;-Statements von sich gaben, sollten genauso um Mitwirkung gebeten werden, wie solche, die sich mittlerweile in „Friends of Dresden&#8221;-Nischen mit Friedenspreis-Vergabe zurückgezogen haben. Denn nur ein gemeinsamer Aufarbeitungsprozess kann den inneren Frieden der Dresdner Einwohnerschaft wiederherstellen.</p>
<p>Wann sollte der Gesprächsfaden zur Reflexion des &#8220;Welterbefiaskos&#8221; endlich aufgenommen (d.h. auch aus dem &#8220;Netzwerk&#8221; herausgetragen) werden, wenn nicht jetzt?</p>
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